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Vereinsrecht

Abschlussrechnung - Infos und Rechtsberatung

20.04.2015 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Vereine sind, egal ob eingetragen oder nicht eingetragen, ob gemeinnützig oder nicht gemeinnützig, verpflichtet, eine Abschlussrechnung - auch Jahresschlussrechnung - zu erstellen und dem Finanzamt und der Mitgliederversammlung vorzulegen. Verantwortlich ist dabei der Vorstand.

Diese Verpflichtung ergibt sich gegenüber dem Finanzamt aus den Steuergesetzen, insbesondere aus der Abgabenordnung (AO), dem Körperschaftssteuergesetz (KStG) und dem Umsatzsteuergesetz (UStG); gegenüber der Mitgliederversammlung, aus dem nach Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) vom Vorstand mit Annahme der Wahl übernommenen Auftrag, den Verein gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten und für diesen die Geschäfte zu führen. Eine besondere Form für die Abschlussrechnung ist gesetzlich nicht vorgesehen, allerdings sind zur Erfüllung der Nachweis- und Rechenschaftspflicht die Einnahmen und Ausgaben in so übersichtlicher Form darzustellen, dass die wichtigsten Positionen und die Hauptaktivitäten des Vereins einfach zu erkennen sind. Bei gemeinnützigen Vereinen verlangt die Abgabenordnung darüber hinaus eine getrennte Darstellung ideeller Einnahmen, der Einnahmen aus Vermögensverwaltung (z. B. Erträge aus Aktien, Festgeldanlagen, Vermietung von Immobilien, Lizenzeinnahmen), aus Zweckbetrieben sowie der Einnahmen aus wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben, da hier jeweils eine unterschiedliche steuerliche Behandlung erfolgt und dies nochmals unterteilt zwischen Körperschaftssteuer einerseits und Umsatzsteuer andererseits. Mit Vorlage des Jahresabschlusses beim Finanzamt überprüft dieses, ob und ggf. welche Steuerpflicht besteht, bei gemeinnützigen Vereinen darüber hinaus die Einhaltung der gemeinnützigen Zwecke. Für die Mitgliederversammlung ist er Grundlage für den Entlastungsbeschluss.

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