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Strafrecht

Warenkreditbetrug - Infos und Rechtsberatung

25.02.2016 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Der Warenkreditbetrug ist ein immer häufiger zur Anzeige gebrachtes Delikt.

Dies hat seine Ursache in der massenhaften Verbreitung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Nahezu jedermann besitzt heutzutage eine Kunden- oder Kreditkarte einer Bank mit Zahlungsfunktion. Dabei kann es zu Problemen kommen, wenn zum Zeitpunkt des Einzuges des Zahlbetrages keine ausreichende Deckung auf dem Konto vorhanden ist. Dies kann schnell geschehen, besonders dann, wenn mehrere Personen - beispielsweise Eheleute - auf ein Konto zugreifen können. Der Kontoinhaber muss also bei jeder Zahlung sicher sein, dass auf dem Konto auch in der Zukunft genügend Guthaben vorhanden ist, um alle auf das Konto laufenden Verpflichtungen zu bedienen. Es liegt auf der Hand, dass dies vielen Karteninhabern schwer fällt, da man ja auch mal gerne eine fällige Zahlung vergisst. Außerdem kommt es immer wieder dazu, dass unvorhergesehene Abbuchungen geschehen können. Damit ist dann auch fraglich, ob bei dem Betreffenden ein vorsätzliches Verhalten sowie eine Bereicherungsabsicht gegeben sind. Glücklicherweise sehen dies in der Regel auch die Staatsanwaltschaften so und stellen bei Ersttätern, abhängig von der Schadenshöhe, die Verfahren gegen Zahlung an die Geschädigten ein. Darüber hinaus stellt § 265b StGB (Strafgesetzbuch) den Kreditbetrug speziell unter Strafe. Es geht hierbei um Kreditgeschäfte, bei denen sowohl Kreditgeber als auch Kreditnehmer entweder als Betrieb oder Unternehmen gemäß § 265b Abs. 3 Nr. 1 StGB auftreten. Für an Privatpersonen oder von Privatpersonen gewährte Kredite findet lediglich § 263 StGB Anwendung.

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