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Strafrecht

Wahlverteidiger - Infos und Rechtsberatung

01.06.2015 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Allgemein wird im Strafrecht zwischen Pflicht- und Wahlverteidigern unterschieden.

Der Wahlverteidiger wird in der Strafprozessordnung (StPO) im §§ 137,138 StPO geregelt. Diese Vorschrift enthält den verfassungsrechtlich verbürgten Anspruch des Beschuldigten, sich im Strafverfahren von einem Rechtsanwalt als gewählten Verteidiger seines Vertrauens verteidigen zu lassen. Die ?§§ 137 Abs. 1 S. 1, 138 Abs. 1 verwirklichen insoweit das Rechtsstaatsprinzip des Grundgesetzes im Strafverfahren? (BVerfGE 66, 319 = NJW 1984, 2403). Das Recht des Beschuldigten, sich durch einen Verteidiger seiner Wahl vertreten zu lassen oder unentgeltlich den Beistand eines Pflichtverteidigers zu erhalten, wenn dies im Interesse der Rechtspflege erforderlich ist, wird damit garantiert. Grundsätzlich darf neben dem Pflichtverteidiger auch ein oder mehrere Wahlverteidiger auftreten. Die Beschränkung der Zahl der Wahlverteidiger mit drei ist mit dem GG vereinbar (BVerfGE 39, 156 = NJW 1975, 1013). § 137 Abs. 1 S. 2 will für alle Abschnitte des Verfahrens einen durch die Mitwirkung einer Vielzahl von Verteidigern möglichen Missbrauch der Verteidigung zur Prozessverschleppung und Prozessvereitelung verhindern.
Die Zahl drei darf auch dann nicht überschritten werden, wenn der Beschuldigte und selbstständig sein gesetzlicher Vertreter Verteidiger wählen. Pflichtverteidiger werden nicht angerechnet.

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