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Strafrecht

Verbrechen - Infos und Rechtsberatung

25.11.2014 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Gemäß § 12 Abs. 1 StGB (Strafgesetzbuch) handelt es sich bei Verbrechen um rechtswidrige Taten, die im Mindestmaß mit Freiheitsstrafe von einem Jahr oder darüber bedroht sind.

Dagegen handelt es sich um Vergehen nach § 12 Abs. 2 StGB, wenn deren Strafmaß im Mindestmaß mit einer geringeren Freiheitsstrafe als einem Jahr oder mit Geldstrafe normiert ist. Kein Verbrechen ist demnach also z. B. ein Betrug gemäß § 263 StGB oder eine Körperverletzung gemäß § 223 StGB. Beim Betrug oder bei der Körperverletzung beträgt das Strafmaß Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahre oder Geldstrafe. Ein Totschlag nach § 212 StGB wird dagegen mit Freiheitsstrafe nicht unter 5 Jahren bestraft, so dass es sich hierbei um ein Verbrechen handelt.
Die Unterscheidung der Taten zwischen Vergehen und Verbrechen ist zum Beispiel entscheidend dafür, ob ein Delikt im Strafbefehlsverfahren gem. § 407 StPO (Strafprozessordnung) geahndet werden kann, da nur Vergehen auf schriftlichen Antrag der Staatsanwaltschaft durch schriftlichen Strafbefehl ohne Hauptverhandlung festgesetzt werden können. Laut § 12 Abs. 3 StGB werden etwaige Strafschärfungen oder Milderungen, die nach den Vorschriften des Allgemeinen Teils des StGB oder für besonders schwere oder minder schwere Fälle vorgesehen sind, bei der Unterscheidung zwischen Verbrechen und Vergehen nicht berücksichtigt.

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