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Strafrecht

üble Nachsage - Infos und Rechtsberatung

09.07.2015 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Üble Nachsage ist der eher untechnische Begriff für den Straftatbestand der üblen Nachrede (§ 186 StGB).

Im gemeinen Sprachgebrauch wird hierbei vom sog. Rufmord gesprochen. Die üble Nachrede besteht in der Behauptung oder Verbreitung ehrenrühriger nichterweislicher Tatsachen gegenüber einem Dritten, die geeignet sind, fremde Missachtung zu begründen. Auf Werturteile ist die Vorschrift nicht anwendbar. Der Ehrangriff liegt in einer Behauptung oder Verbreitung einer Tatsache. Tatsachen sind konkrete Geschehnisse oder Zustände, die sinnlich wahrnehmbar in die Wirklichkeit getreten und daher dem Beweis zugänglich sind. Auch innere Vorgänge können Tatsachen sein, wenn eine erkennbare Verbindung zu einem bestimmten äußeren Geschehen besteht und dadurch der notwendige Realitätsbezug hergestellt wird. Die (behauptete oder verbreitete) Tatsache muss dazu geeignet sein, den anderen verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen. Liegen diese Voraussetzungen vor, spricht man von einer üblen Nachrede, die mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft wird.

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