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Strafrecht

Tatbestandsmerkmale - Infos und Rechtsberatung

15.09.2016 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Straftaten können durch ein aktives Tun, durch Unterlassen oder auch fahrlässig begangen werden. Das tatsächliche Verhalten eines Menschen ist dann tatbestandsmäßig, wenn es mit den im Strafgesetz festgelegten Merkmalen (den Tatbestandsmerkmalen) übereinstimmt.

Man unterscheidet zwischen dem objektiven und dem subjektiven Tatbestand, dementsprechend gibt es auch objektive Tatbestandsmerkmale und subjektive Tatbestandsmerkmale.

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Der objektive Tatbestand bezieht sich auf das äußere Erscheinungsbild einer Tat. Es geht um äußere Merkmale wie den Täterkreis, die Tathandlung, Tatmodalitäten oder das Tatobjekt.

Am Beispiel des Diebstahls (§ 242 StGB - Strafgesetzbuch) bedeutet dies:

Objektiv muss der Täter eines Diebstahls eine fremde, bewegliche Sache wegnehmen. Tatbestandsmerkmale sind damit fremd, beweglich, Sache und Wegnahme. Ein Haus kann nicht gestohlen werden, weil es nicht beweglich ist, bei Strom kommt eine Strafbarkeit gem. § 242 StGB ebenfalls nicht in Betracht, da Strom keine Sache (nur körperliche Gegenstände gem. § 90 BGB - Bürgerliches Gesetzbuch) ist. Beachte aber § 248c StGB (Entziehung elektrischer Energie).

Der subjektive Tatbestand bezieht sich auf die Vorstellungen des Täters bei seiner Tatausführung. Es geht um den Tatvorsatz und um eventuelle Absichten des Täters.

Vorsatz bedeutet Wissen und Willen der Tatbestandsverwirklichung.
Einige Straftatbestände erfordern neben dem Vorsatz auch eine Absicht beim Täter. Absicht ist eine gesteigerte Form des Vorsatzes und liegt dann vor, wenn der Täter einen zielgerichteten Erfolgswillen hat und es ihm darauf ankommt, dass ein bestimmter tatbestandlicher Erfolg eintritt.

Beim Diebstahl ist dies die Absicht, sich oder einem Dritten die weggenommene Sache zuzueignen.

Weitere Fragen hierzu beantworten Ihnen gerne die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline!

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