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Stehlen

Stand: 23.11.2015

Stehlen ist die Wegnahme einer fremden beweglichen Sache, in der Absicht sich diese oder einem Dritten rechtswidrig zu zueignen. Das Stehlen ist gem. § 242 StGB (Strafgesetzbuch) strafbar.

Geschützt durch den Tatbestand des § 242 StGB ist das Eigentum. Die Wegnahme als Tathandlung stellt den Bruch fremden Allein- oder Mitgewahrsam und die Begründung neuen Gewahrsams dar (RGSt 48, 58). Unter Gewahrsam wird die von einem Herrschaftswillen getragene tatsächliche Sachherrschaft verstanden (BGHSt 8, 275; 16, 271). Der Täter nimmt weg (1. Akt), dann eignet er sich oder einem Dritten die weggenommene Sache (2. Akt) zu. Ein Diebstahl ist daher vollendet, wenn der Täter alle Tatbestandsmerkmale (Wegnahme) erfüllt hat. Beendet ist der Diebstahl erst dann, wenn der Täter auch gesicherten Gewahrsam an der Sache erlangt hat und damit die Tat, mit der rechtswidrigen Zueignung, ihren endgültigen Abschluss gefunden hat (BGHSt 8,390; 20,194, 196). Diese Unterscheidung ist nicht rein akademisch, sondern spielt z.B. für die strafbare Beihilfe zu einem Diebstahl eine Rolle. Die Beihilfe kann auch nach der Vollendung noch geleistet werden und damit strafbar sein. In der Praxis ist der Ladendiebstahl die wohl häufigste Begehungsform. Handelt es sich dabei um einen Diebstahl einer geringwertigen Sache gem. § 248a StGB, wobei der obere Grenzwert bei 50,- liegen dürfte, so wird der Diebstahl nur auf Antrag verfolgt. Beim Ersttäter eines Ladendiebstahls kann in der Regel eine Einstellung des Verfahrens mit oder ohne Geldauflage erreicht werden.

Weitere Fragen hierzu beantworten Ihnen gerne die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline!

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:

Sind der objektive und subjektive Tatbestand eines Diebstahls gem. § 242 StGB nebst Rechtswidrigkeit und Schuld gegeben?

2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:
  • Es muss jemand eine fremde bewegliche Sache einem anderen weggenommen haben.
  • Dabei muss der Täter vorsätzlich und mit der Absicht gehandelt haben, die fremde Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen.
3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:
  • Die Wegnahme ist der Bruch fremden Allein- oder Mitgewahrsams und die Begründung neuen Gewahrsams.
  • Gewahrsam ist die von einem Herrschaftswillen getragene tatsächliche Sachherrschaft.
4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:

Im Falle eines Ermittlungsverfahrens sollte vorerst keine Aussage gegenüber der Ermittlungsbehörde gemacht werden.

Maßgebliche Urteile

Die Wegnahme als Tathandlung stellt den Bruch fremden Allein- oder Mitgewahrsam und die Begründung neuen Gewahrsams dar (RGSt 48, 58).
Unter Gewahrsam wird die von einem Herrschaftswillen getragene tatsächliche Sachherrschaft verstanden (BGHSt 8, 275; 16, 271).
Beendet ist der Diebstahl erst dann, wenn der Täter auch gesicherten Gewahrsam an der Sache erlangt hat und damit die Tat, mit der rechtswidrigen Zueignung, ihren endgültigen Abschluss gefunden hat (BGHSt 8,390; 20,194, 196).



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