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Schulmobbing - Infos und Rechtsberatung

Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG / 19.01.2015
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Der Begriff des "Mobbing" stammt aus dem Englischen und bedeutet anpöbeln, fertigmachen etc. ( mob = Pöbel, mobbish = pöbelhaft ).

Schulmobbing ist eine Form offener oder subtiler Gewalt im Schulbetrieb gegen Personen über einen längeren Zeitraum zwecks sozialer Ausgrenzung. Die Gewalt kann verbaler oder physischer Gewalt sein und sich gegen Mitschüler oder Lehrer richten. Man unterscheidet direktes und indirektes Mobbing. Direktes Mobbing ist Hänseln, Drohen, Beschimpfen, Herabsetzen, Bloßstellen, Schikanieren. Indirektes Mobbing ist Ausgrenzen, Rufschädigung, "Kaltstellen" durch Vorenthalten von Informationen und Beschädigung von Eigentum. Es kann auch Straftatbestände, wie Nötigung (§ 240 StGB), Beleidigung und Verleumdung (§§ 185 ff StGB) oder sogar Körperverletzung (§§ 223 ff StGB) erfüllen.

Hinsichtlich der Strafmündigkeit gilt:

Schuldunfähig ist, wer bei Begehung der Tat noch nicht 14 Jahre alt ist (§ 19 StGB - Strafgesetzbuch). Ab dem 14. bis zum 18. Lebensjahr ist der Täter als Jugendlicher und ab dem 18. bis zum 21. Lebensjahr als Heranwachsender nach dem JGG (Jugendgerichtsgesetz) zu behandeln, das noch mildere Strafen als bei Erwachsenen ab dem 21. Lebensjahr vorsieht. Es werden nur Taten ab dem 14. Lebensjahr strafrechtlich verfolgt.
Da sich ein Schüler während der Schulzeit in einem besonderen Gewaltverhältnis (vergleichbar mit einem Beamtenverhältnis) befindet, kann die Schulverwaltung ein Disziplinarverfahren bis hin zur Schulverweisung einleiten. Man kann sich an die Schulleitung oder auch an die Schulaufsichtsbehörde wenden. In schwerwiegenden Fällen kommt auch eine Strafanzeige gegen die Schulleitung wegen unterlassener Hilfeleistung (§ 323c StGB) in Betracht.

Weitere Fragen hierzu beantworten Ihnen gerne die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline!

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