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Raubmord

Stand: 18.09.2013

Einen im umgangssprachlichen als Raubmord bezeichneten Straftatbestand gibt es im Strafgesetzbuch nicht. Vielmehr ist unter § 251 StGB (Strafgesetzbuch) ein Raub mit Todesfolge normiert. Hierbei handelt es sich um einen Raub (§ 249 StGB), bei dem der Täter wenigstens leichtfertig den Tod eines Menschen verursacht. Im Gegensatz zum Mordtatbestand (§211 StGB) ist daher eine vorsätzliche Verursachung des Todes eines Menschen nicht vorausgesetzt. Es werden auch keine tatbestandlichen Mordmerkmale wie in § 211 Abs. 2 StGB vorausgesetzt. Es reicht aus, dass der Tod eines anderen Menschen auf die spezifische Gefahr des Raubes zurückgeht. Wegen Raubmordes kann daher auch bestraft werden, wer bei der Flucht vor der Polizei einen, für einen Unbeteiligten, tödlichen Verkehrsunfall verursacht.

Ein Täter kann sogar dann wegen Raubmordes bestraft werden, wenn bei der Tatbegehung einer seiner Komplizen, also ein Mittäter oder Beihilfe Leistender, zu Tode kommt. Die Vorschrift hat den Sinn das Leben an sich zu schützen.

Ein Raub setzt voraus, dass jemand mit Gewalt gegen eine Person oder unter Anwendung von Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen. Hier ist das zentrale Tatbestandsmerkmal die Wegnahme. Daher wird der klassische Bankräuber auch nicht wegen Raubes sondern wegen räuberischer Erpressung § 255 StGB strafbar. Zentrales Tatbestandsmerkmal der räuberischen Erpressung ist eine vermögensschädigende Verfügung des Opfers.

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