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Strafrecht

Psychoterror - Infos und Rechtsberatung

28.08.2014 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Psychoterror ist in seinen Erscheinungsformen vielfältig, besonders durch die gesteigerte Verbreitung von Telekommunikationsmitteln. Heute werden auch gerne SMS und E-Mails missbraucht, um andere unter Druck zu setzen.

Eine Form des Psychoterrors ist das Stalking. Das deutsche Strafrecht hat den Tatbestand des Stalking unter dem Begriff der Nachstellung, § 238 Strafgesetzbuch (StGB) unter Strafe gestellt. Eine Nachstellung begeht, wer unbefugt beharrlich die räumliche Nähe eines anderen Menschen aufsucht oder unter mittels Telekommunikationsmittel oder über Dritte Kontakt zu ihm herzustellen versucht. Aber auch, wer beharrlich durch missbräuchliche Verwendung von personenbezogenen Daten eines anderen für diesen Waren oder Dienstleistungen bestellt oder einen anderen mit einer Körperverletzung oder Freiheitsberaubung seiner selbst oder einer ihm nahe stehenden Person bedroht, begeht eine Nachstellung. Allerdings muss in allen Fällen die Lebensgestaltung des anderen schwerwiegend beeinträchtigt sein. Es muss sich um eine unzumutbare, über das übliche Maß einer als normal empfundenen Behelligung oder Belästigung hinausgehende Beeinträchtigung handeln.
Strafschärfend wird die Tat nach Abs. 2 qualifiziert, wenn der Täter das Opfer, einen Angehörigen des Opfers oder eine andere dem Opfer nahe stehende Person in die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung bringt. Zudem gibt es eine weitere Qualifizierung zu einem Verbrechen, wenn sich in den in Abs. 2 dargelegten Fällen der Tod verwirklicht. Als zivilrechtliche Gegenmaßnahmen kommen Abmahnung, einstweilige Verfügung oder Unterlassungsklage in Betracht. Strafrechtlich kann der Psychoterror außerdem häufig als Beleidigung, Verleumdung oder Nötigung gewertet und verfolgt werden.

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