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Opferschutz

Stand: 03.06.2013

Vor dem Hintergrund der subjektiv als gestiegen angesehenen Bedrohung der Bürger durch Gewalttaten betroffen zu sein, wurden Stimmen laut, dass Opferschutz vor Täterschutz gehen muss oder auch, das berechtigte Sicherheitsinteresse der Bürgerinnen und Bürger müsse im Vordergrund stehen.

Tatsächlich ist statistisch die Zahl der Gewalttaten nicht gestiegen, gleichwohl fühlen sich befragte Bürger mehr denn je bedroht durch Gewaltverbrechen. Was nicht zuletzt an der medialen Berichterstattung, die gerne und ausführlich Gewaltverbrechen zum Thema haben, liegen mag.

Im Strafprozess soll in einem formalisierten Verfahren eine prozessuale Wahrheit herausgefunden werden. Hauptakteure des Strafprozesses waren dabei lange Zeit allein der Angeklagte, der Verteidiger, der Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft und das Gericht.
Die Opfer waren im Strafprozess lange nur Zeugen der angeklagten Tat.
Seit den 80iger Jahren des letzten Jahrhunderts hat sich das aber geändert, weil aufgrund neuer wissenschaftlicher Untersuchungen feststand, dass die Rolle des Opfers im Strafprozess erheblich verbessert werden muss, vor allem bei Sexualdelikten.

Opferschutzgesetze sind u.a. das Verbrechensbekämpfungsgesetz 1994, das Zeugenschutzgesetz 1998, das Gesetz zur strafverfahrensrechtlichen Verankerung des Täter-Opfer-Ausgleichs 1999, das Opferrechtsreformgesetz 2004 und das zweite Opferrechtsreformgesetz 2009. So können Opfer leichter Anwälte zur Seite gestellt werden, vom Täter getrennte Vernehmungen durchgeführt werden und ähnliches.

Weitere Fragen zum Thema Opferschutz, beantworten Ihnen die erfahrenen Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline gerne telefonisch oder per E-Mail.


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