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Mittäterschaft

Stand: 19.03.2015

Im Strafrecht unterscheidet man bei der Begehungsform der Tat grundsätzlich zwischen Täterschaft und Teilnahme.

Täter ist jemand, der selbst eine rechtswidrige Haupttat begeht und dem der hauptsächliche Tatbeitrag zuzurechnen ist. Ein Teilnehmer erfüllt dagegen lediglich einen untergeordneten Tatbeitrag. Bei einem Teilnehmer unterscheidet man wiederum zwischen dem Beihelfer und dem Anstifter. Bei einer Beihilfe geht man von einem lediglich untergeordneten Tatbeitrag aus, während der Anstifter bei einer anderen Person, also dem Täter, den Tatentschluss hervorruft.
Wenn der Haupttatbeitrag nicht nur von einer Person, sondern von mindestens zwei Personen geleistet wird, spricht man von Mittäterschaft. Beide Personen müssen also das Gleiche wollen und zur Tat beitragen, ohne eine untergeordnete Rolle zu spielen. Die Täterschaft ist in § 25 I StGB (Strafgesetzbuch) gesetzlich geregelt, die Mittäterschaft in § 25 II StGB. Wer in Mittäterschaft eine Tat begeht, wird wie ein Täter bestraft. Dies ist auch dann der Fall, wenn die jeweiligen Mittäter völlig unterschiedliche Tatbeiträge geleistet haben.

Weitere Fragen hierzu beantworten Ihnen gerne die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline! Da es sich hier um ein strafrechtliches Problem handelt, ist eine Verteidigung durch einen erfahrenen Rechtsanwalt durchaus angezeigt. Einen ersten Hinweis auf die Möglichkeiten oder auch einen ersten Ratschlag erhalten Sie von Rechtsanwälten der Deutschen Anwaltshotline.

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Was wird Ihnen vorgeworfen?
  • Wieviele Personen waren beteiligt?
  • Welchen Tatbeitrag haben Sie geleistet?
  • Gab es vorherige Absprachen oder Ziele?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:

Maßgeblich für die Beantwortung der Frage, ob Sie als Mittäter wie ein Täter bestraft werden, oder möglicherweise "nur" einer Anstiftung oder Beihilfe beschuldigt werden können, ist die Willensbildung der Tatbeteiligten und ihr Tatbeitrag.

3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:

Als Mittäter werden Sie wie ein Täter bestraft. Mit einer erheblichen Strafmilderung dürfen Sie dagegen rechnen, wenn Sie Anstifter oder Helfer sind. Aufgabe des Rechtsanwaltes als Verteidiger ist mithin, zu untersuchen und gegebenenfalls vor Gericht darzustellen, dass Ihr Tatbeitrag untergeordnet war.

4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:

Zur Verbesserung Ihrer Verteidigungschance geben Sie bitte der Polizei keine Angaben zum Sachverhalt oder Ihrer Tatbeteiligung. Besprechen Sie bitte zunächst alles mit Ihrem Verteidiger, um so Ihre Verteidigungschance zu bewahren.

Maßgebliche Urteile

Entscheidung des BGH zur Mittäterschaft bei der Einfuhr von Betäubungsmitteln: Urteil vom 27.05.2014, Aktenzeichen 3 StR 137/14

Sehr lesenswerte Entscheidung des BGH zur Verbrechensverabredung, auch zur Mittäterschaft: Urteil vom 17.02.2011, Aktenzeichen 3 StR 419/10


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