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Hanfanbau - Infos und Rechtsberatung

Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG / 30.05.2016
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Der unerlaubte (d.h. ohne Genehmigung der zuständigen Behörde) Anbau von illegalen Betäubungsmitteln, zu denen auch Hanf (Cannabis) gehört, ist nach § 29 Abs. 1 BtMG (Betäubungsmittelgesetz) mit Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bedroht.

Der Begriff des Anbauens umfasst die Aussaat, Pflege und Aufzucht, wobei jede dieser Handlungen den Tatbestand erfüllt. Der Tatbestand des Anbauens ist auch dann erfüllt, wenn jemand den Samen in die Erde einbringt, so dass aus ihm die Pflanze selbständig heranwachsen kann; eine weitere Pflege ist für die Vollendung der Tat nicht erforderlich. Aber auch, wenn jemand keine Aussaat betreibt, sondern nur das Gewächs nur pflegt, ist der Tatbestand des Anbauens erfüllt. Es ist nicht erforderlich, dass der Anbau der Betäubungsmittel in einem landwirtschaftlichen Umfang oder in einem landwirtschaftlichen Betrieb stattfindet; es genügt die Aufzucht nur einer Pflanze (OLG Düsseldorf NJW 1985, 693). Der bloße Besitz von Cannabis-Samen ist noch nicht vom Anbauen nach § 29 Abs. 1 BtMG erfasst. Auf den Wirkstoffgehalt der einzelnen (ggf. noch jungen) Pflanze kommt es für die Verwirklichung des Straftatbestands nicht an. Von einer Bestrafung kann abgesehen werden, wenn der Täter nur eine geringe Menge zum Eigenverbrauch angebaut hat.
Der Grenzwert einer nicht geringen Menge für Cannabis wird bei 7,5 g THC (Tetrahydrocannabinol) gesehen (BGHSt 33, 8; 42, 1).

Weitere Fragen hierzu beantworten Ihnen die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline!

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