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Bestrafung

Stand: 26.09.2014

Die Bestrafung, vom Strafgesetzbuch als "Strafe" bezeichnet, ist nach der herrschenden Definition eine Sanktion, die einer Person als Täter für ihr eigenes tatbestandsmäßiges, rechtswidriges und schuldhaftes Handeln, welches in einem Tun oder Unterlassen bestehen kann, von der Gesellschaft auferlegt wird, weil ihr Handeln nicht der herrschenden Ethik entspricht.

Der Begriff der Handlung ist dabei das verbindende Element. Es muss ein willensgetragenes Verhalten vorliegen, das sozial relevant ist, da nur ein sozialschädliches Verhalten im Strafrecht pönalisiert wird. Bloßes Denken oder Wollen stellt strafrechtlich noch kein Handeln dar, solange nicht mit einer Willensbetätigung nach außen begonnen wurde. Reflexbewegungen oder rein instinktive Schreckreaktionen, die nicht von einem Willen gesteuert werden, sind strafrechtlich ebenfalls keine Handlungen (OLG Schleswig VRS 64, 429). Schließlich fehlt bei einem durch äußere unwiderstehliche Gewalt erzwungenem Verhalten ebenfalls die Handlungsqualität. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn jemand von einem anderen durch einen heftigen Stoß zum Stürzen gebracht wird und er dabei eine fremde Sache beschädigt. Das Gesetz kennt die Freiheitsstrafe, Geldstrafe, Ersatzfreiheitsstrafe, Vermögensstrafe sowie Nebenstrafen. Keine Strafen sind dagegen die Maßregeln der Besserung und Sicherung, Geldbußen oder Ordnungsmittel (Ordnungshaft oder Ordnungsgeld). Im Gegensatz zur Strafe beziehen sich die Maßregeln der Besserung und Sicherung nicht auf die Schuld des Betroffenen, sondern an seine Sozialgefährlichkeit. Damit können diese Maßnahmen auch bei einem schuldlosen Handeln angeordnet werden. Es muss sich jedoch um eine rechtswidrige Tat gemäß § 11 Abs. 1 Nr. 5 Strafgesetzbuch (StGB) handeln.

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