Navigationspunkt Hauptthema Unterthema Artikeltitel
Strafrecht

Bedrohung - Infos und Rechtsberatung

16.02.2015 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Bezüglich der Bedrohung bestimmt § 241 StGB (Strafgesetzbuch), dass jemand mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft werden kann, der einen Menschen mit der Begehung eines gegen ihn oder nahestehende Person gerichteten Verbrechens bedroht.

Gleiches gilt, wenn jemand wider besseres Wissen gegenüber einem anderen vortäuscht, dass die Verwirklichung eines Verbrechens gegen den anderen oder eine ihm nahe stehende Person bevorsteht (§ 241 Abs. 2 StGB). Damit ist klargestellt, dass sich eine Bedrohung, wenn sie strafbar sein soll, auf die Begehung eines Verbrechens, nicht aber eines Vergehens oder einer Ordnungswidrigkeit beziehen muss. Nach § 12 Abs.1 StGB sind Verbrechen rechtswidrige Taten, die im Mindestmaß mit Freiheitsstrafe von einem Jahr oder darüber bedroht sind. Für diese Einteilung bleiben Schärfungen oder Milderungen nach § 12 Abs.3 StGB außer Betracht. Daher kann die Drohung jemanden töten zu wollen eine Bedrohung im Sinne des § 241 StGB sein, die Drohung ihn erpressen zu wollen, hingegen nicht.
Bei einer Drohung handelt es sich um das Inaussichtstellen eines zukünftigen Übels, auf dessen Eintritt der Täter Einfluss hat oder wenn er vorgibt, Einfluss nehmen zu können (BGHSt 16, 386). Der Bedrohte muss die Drohung als ernsthaft auffassen. Die Mitteilung einer bloßen Möglichkeit reicht nicht aus (OLG Koblenz NJW 06, 3015; OLG Köln NJW 07, 1150).

Weitere Fragen hierzu beantworten Ihnen gerne die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline!

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt: 0900-1 875 002 408*
Anwalt für Strafrecht:
7.00 Uhr - 1.00 Uhr (1,99 €/Min.)
E-Mail-Beratung
Antwort in ca. 20 Minuten Anwalt kostenlos anfragen