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Einsatzwechseltätigkeit - Infos und Rechtsberatung

Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG / 03.06.2013
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Ab 2008 gibt es nicht mehr die unterschiedlichen Begriffe Dienstreise, Einsatzwechseltätigkeit und Fahrtätigkeit. Vielmehr gibt es nur noch den einheitlichen Begriff der Auswärtstätigkeit (R 9.4 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 LstR).

Wird der Arbeitnehmer vorübergehend außerhalb seiner Wohnung und seiner regelmäßigen Arbeitsstätte tätig, lag nach bisherigem Verständnis eine sog. Dienstreise vor. Heute wird dies als Auswärtstätigkeit bezeichnet.
Ist der Arbeitnehmer typischerweise ausschließlich an permanent wechselnden Arbeitsstätten tätig (der Arbeitnehmer sucht also keine regelmäßige Arbeitsstätte auf), wurde dies als Einsatzwechseltätigkeit bezeichnet. Auch dies ist nun eine Auswärtstätigkeit. Schließlich liegt auch eine Auswärtstätigkeit vor, wenn der Arbeitnehmer auf einem Fahrzeug tätig wird (bisher: Fahrtätigkeit).

Beispiele für eine Einsatzwechseltätigkeit waren Bau- und Montagearbeiter, Leiharbeitnehmer, Mitglieder einer Betriebsreserve für Filialbetriebe, Auszubildende, bei denen keine Ausbildungsstätte als Mittelpunkt der Ausbildungstätigkeit gesehen werden kann, Rechtsreferendare.

Vorteil der Zusammenfassung der unterschiedlichen Begriffe (Dienstreise, Einsatzwechseltätigkeit und Fahrtätigkeit) zu einem Begriff der Auswärtstätigkeit ist, dass nun für all diese Tätigkeiten die gleichen Rechtsfolgen gelten, mithin die gleichen Maßstäbe bei der Ermittlung der steuerlich absetzbaren Werbungskosten greifen.
Daher können als Werbungskosten im Bereich der Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit angefallene Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungs- und Reisenebenkosten geltend gemacht werden. Dies gilt nur, soweit die Kosten nicht vom Arbeitgeber steuerfrei ersetzt werden.

Weiteres hierzu erfahren Sie von den Rechtsanwälten der Deutschen Anwaltshotline!

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