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Steuerrecht

Bedarfswert - Infos und Rechtsberatung

23.09.2014 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Der Begriff Bedarfswert im Steuerrecht geht darauf zurück, dass im früheren § 138 Abs. 5 und 6 des Bewertungsgesetzes (BewG) von einer Bedarfsbewertung von Grundstücken die Rede war.

Gemeint war damit, dass die Bewertung nur bei Bedarf durchgeführt wurde. Dies führte zu dem etwas widersinnigen Wort "Bedarfswert". Die Begriffe "Bedarfsbewertung" und "Bedarfswert" haben sich im Sprachgebrauch erhalten, obwohl der § 138 Abs. 5 und 6 BewG inzwischen nicht mehr existieren. Der Bedarfswert wird (weiterhin) in einem Feststellungsverfahren für Grundbesitzwerte festgestellt, wenn eine Veräußerung oder sonstiger Übergang von Grundbesitz erfolgt ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Veräußerung entgeltlich oder unentgeltlich, bspw. im Wege einer Schenkung erfolgt ist, denn die Festsetzung der Erbschaft-, Schenkung- oder Grunderwerbsteuer erfordert die vorherige Feststellung des Bedarfswerts. Da die Berechnung des Bedarfswerts in einem standardisierten Verfahren erfolgt kommt es oftmals zu unsachgerechten Wertansätzen und Besteuerungen. § 138 Abs. 4 BewG eröffnet dem Erwerber allerdings die Möglichkeit, einen niedrigeren gemeinen Wert nachzuweisen.

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