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Steuerrecht

außergewöhnliche Belastung - Infos und Rechtsberatung

27.10.2016 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Wenn einem Steuerpflichtigen zwangsläufig größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverhältnisse, gleicher Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstands erwachsen, dann liegt eine außergewöhnliche Belastung vor (Definition in § 33 EStG).

Diese Aufwendungen können aber nur steuerlich berücksichtigt werden, soweit diese eine Zumutbarkeitsschwelle übersteigen, die nach Einkommenshöhe gestaffelt ist (je niedriger der Gesamtbetrag der Einkünfte, desto niedriger die Zumutbarkeitsgrenze und desto eher sind die angefallenen Kosten absetzbar). Erhält der Steuerpflichtige im Zusammenhang mit dem Ereignis, das die finanzielle Belastung hervorruft (z.B. Scheidungsverfahren), einen Ersatz von dritter Seite (im Scheidungsfall wäre dies beispielsweise der Ersatz der Verfahrenskosten durch eine Rechtsschutzversicherung), dann ist insoweit keine Belastung gegeben, da der Steuerpflichtige in letzter Konsequenz die Kosten nicht tragen muss.

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Beispiele für allgemeine außergewöhnliche Belastungen:

Scheidungskosten, Beerdigungskosten (hier sind aber Versicherungsleistungen [z.B. Zahlung von Todesfallversicherungen] in Abzug zu bringen) oder Krankheitskosten (hier muss aber eine medizinische Notwendigkeit bestehen, die z.B. durch eine ärztliche Verschreibung belegt werden kann)Neben den oben erwähnten allgemeinen außergewöhnlichen Belastungen gibt es auch noch besondere außergewöhnliche Belastungen:
Diese finden sich in §§ 33a (Aufwendungen für Unterhalt und Berufsausbildung einer dem Steuerpflichtigen oder seines Ehegatten gesetzlich unterhaltsberechtigten Person; Sonderbedarf bei auswärtiger Unterbringung eines in Ausbildung befindlichen volljährigen Kindes) und 33b EStG (Pauschbeträge für behinderte Menschen, Hinterbliebene und Pflegepersonen). Diese können unabhängig von einer Zumutbarkeitsgrenze geltend gemacht werden.

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