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Sozialrecht

Ergänzungspfleger - Infos und Rechtsberatung

21.07.2014 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Ein Ergänzungspfleger wird gerichtlich bestellt, wenn die gerichtliche Übertragung eines Teilbereiches der elterlichen Sorge für einen Minderjährigen auf eine andere Person für das Kindeswohl notwendig ist.

Im Gegensatz zur Vormundschaft, die einen völligen Ersatz für die elterliche Sorge darstellt, bleiben die Sorgeberechtigten, trotz der Bestellung eines Ergänzungspflegers, im Übrigen erziehungsberechtigt. Wegen der Schwere des Eingriffs in das elterliche Recht bei einer Vormundschaft und den daher strengen Voraussetzungen, die hierfür vorliegen müssen, erfolgen oft zunächst nur ein Teilentzug und die Bestellung eines Ergänzungspflegers. Kein Ergänzungspfleger ist der Verfahrenspfleger gem. § 50 FGG. Diese Bestellung bezieht sich lediglich auf die Wahrnehmung der Verfahrensrechte im familiengerichtlichen Verfahren und enthält keinen Eingriff in das Sorgerecht. Der Verfahrenspfleger ist deswegen auch hinsichtlich des Zugangs zum Kind und der notwendigen Besprechungen mit diesem auf die Unterstützung des oder der Sorgeberechtigten angewiesen. Die Bestellung eines Ergänzungspflegers ist von den genehmigungspflichtigen Rechtsgeschäften gemäß § 1643 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) zu unterscheiden. Zuständig für diese Genehmigung ist das Familiengericht.

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Weitere Fragen zum Ergänzungspfleger können Sie persönlich mit einer/einem unserer Sozialrechtsanwältinnen/-anwälte am Telefon besprechen und klären.

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