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Sicherungsschein - Infos und Rechtsberatung

Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG / 02.12.2015
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In Deutschland reisen viele Menschen gerne mit Pauschalreisen. Was passiert aber, wenn der Reiseveranstalter Insolvenz anmeldet? Genau für den Fall einer Zahlungsunfähigkeit des Reiseveranstalters müssen alle Pauschalreise-Unternehmen in Deutschland generell den Reisenden einen Sicherungsschein zukommen lassen. Er stellt eine Art Reiseversicherung für Verbraucher dar. Reiserecht Rechtsanwalt Hans-Jürgen Leopold dazu: „Reisende, die zum Beispiel den Rückflug selber zahlen müssen, weil der Veranstalter pleitegegangen ist, können mit diesem Dokument die Kosten bei der Versicherung zurückerstatten lassen“.

Der Reiserechtler weiter: „Laut Gesetz sind Pauschalreise-Veranstalter verpflichtet, das Geld der Kunden abzusichern (§ 651 BGB). Im Idealfall sollte der Veranstalter den Sicherungsschein schon mit der Buchungsbestätigung zusammen verschicken“. Der Sicherungsschein sichert nicht nur die Rückreise finanziell ab, sondern auch andere plötzlich auftretende Zusatzkosten, welche Urlaubern die Reise vermiesen können. Der Sicherungsschein ist im Reisepreis mit inbegriffen und sichert die Kundengelder ab.

Neben den Pauschalreise-Veranstaltern müssen auch Organisatoren einer Kreuzfahrt, Ferienparkbetreiber und auch gewerbliche Ferienwohnungsvermieter einen Sicherungsschein ausstellen. Nur bei Kurzreisen, die unter einem Tag dauern, bei denen keine Übernachtung mit inbegriffen ist und günstiger sind als 75 Euro, besteht keine Pflicht für einen Sicherungsschein. Auch Sportvereine oder Schulen, die gelegentlich Reisen planen und durchführen, müssen nicht zwingend einen Sicherungsschein ausstellen.

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