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Öffentliches Recht

Kirchenläuten - Infos und Rechtsberatung

04.04.2016 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Oft fühlen sich Nachbarn einer Kirche vom Glockengeläut gestört und wollen rechtlich dagegen vorgehen.

Das öffentliche Recht unterscheidet das sogenannte liturgische Geläut und das Läuten zur vollen Stunde. Nach der Rechtsprechung ist das Zeitläuten als eine Umwelteinwirkung zu beurteilen, die dem Bundesimmissionsschutzgesetz unterliegt. D. h., dass durch dieses Läuten keine schädlichen Umwelteinwirkungen hervorgerufen werden dürfen, die z. B. die benachbarten Bewohner erheblich belasten. Schädliche Umwelteinwirkung in diesem Sinne ist das Geräusch des Läutens. Das Zeitläuten findet daher kaum noch statt. Anders verhält es sich mit dem liturgischen Läuten. Dieses wird von den Verwaltungsgerichten als sakrales Läuten eingestuft, bei welchem die Kirchentradition das Ruhebedürfnis des Einzelnen überwiegt und eine zumutbare, sozialadäquate und ortsübliche Einwirkung darstellt. In diesem Fall überwiegen die grundgesetzlich geschützten Interessen der Gläubigen an der Religionsausübung das Ruhebedürfnis der benachbarten Bewohner.

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