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Nachbarrecht

Klavierspielen - Infos und Rechtsberatung

01.08.2012 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Das Musizieren in den eigenen oder gemieteten vier Wänden ist ein Bestandteil des grundrechtlich geschützten Persönlichkeitsrechts, Art. 2 GG (Grundgesetz). Im Bereich des Mietrechts gehört das Musizieren zum vertragsgemäßen Gebrauch.

Es ist daher rechtlich nicht möglich, das Musizieren und damit auch das Klavierspielen grundsätzlich zu verbieten. Allerdings gibt es rechtliche Grenzen, die allgemein schon deshalb bestehen, weil auch die allgemeine Handlungsfreiheit und die Entwicklung und Ausübung des Persönlichkeitsrechts nur innerhalb der gesamten Rechtsordnung garantiert sind und demnach auch die Rechtspositionen Dritter, die beeinträchtigt werden können ebenfalls zu berücksichtigen sind.
So ist etwa beim Klavierspielen, sieht man einmal von Digitalpianos oder Pianos mit sog. Silent-Funktion ab, ein Spielen in Zimmerlautstärke mit einem rein mechanischen Spielgerät gar nicht möglich, sodass man im weiteren, auch rechtlichen Sinn von einer Lärmimmission sprechen kann. Diese muss von einem Nachbarn, Mitmieter oder Miteigentümer im Hause nicht zeitlich grenzenlos hingenommen werden.

In der Rechtsprechung wird unter Berücksichtigung der jeweiligen Einzelfallumstände ein Ausgleich der wechselseitigen Interessen in Bezug auf die Erlaubnis zum Musizieren durch eine zeitliche Limitierung gesucht, die in der Regel die allgemeinen Ruhezeiten berücksichtigt (Hausordnung oder örtliche Regelungen).

Rechtliche Fragen rund um das Musizieren beantwortet Ihnen gerne ein in diesem Bereich versierter Rechtsanwalt im Rahmen einer telefonischen Rechtsberatung über die Deutsche Anwaltshotline.

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