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Hahnenschrei - Infos und Rechtsberatung

Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG / 06.08.2013

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Im ländlichen Bereich ist es normal, dass ein Hahn kräht, da es üblich ist dort derartige Haustiere zu halten und das Hahnenkrähen nicht vermeidbar ist.

In Wohngebieten sieht die Sache schon anders aus, hier haben Gerichte frühmorgendliches bzw. nächtliches Krähen verboten. Das OLG Hamm hat in einer Entscheidung sogar schon Zeiten festgelegt, wann ein Hahn krähen darf. Da dies mit dem Freilauf zu tun hat, war dem Eigentümer aufgegeben den Hahn nur zu bestimmten Zeiten nach draußen zu lassen.

Gegen Hahnenkrähen kann man sich dann zur Wehr setzen, wenn in einem ersten Schritt feststeht, dass der Lärm geeignet ist, einem Durchschnittsbenutzer das Wohnen als weniger angenehm erscheinen zu lassen und der Grundstückswert dadurch gemindert wird.
Weiter muss das Geräusch/ der Lärm lästig sein, wofür die Lautstärke nur eine Komponente darstellt, sodass es auf die Grenzwerte in Verwaltungsvorschriften wie TA Lärm bzw die VDI-Richtlinie 2058 bzw die Überschreitung des mittleren Schallpegels nicht maßgeblich ankommt.
Eine wesentliche Beeinträchtigung im Sinne einer besonderen Lästigkeit ist anzunehmen, wenn ein Hahn mehrmals täglich plötzlich - mit dem daraus folgenden Erwartungseffekt - kräht und die besondere Modulation und Tonalität des Krähens so beschaffen sind, dass einzelne schrille Töne aus dem Spektrum herauszuhören sind und eine Lautstärke von weit über 70 dB (A) und damit eine Differenz von 20 bis 40 dB (A) zum Ruhepegel erreichen.

Bei der besonderen Lästigkeit des Krähens und besonderer Nähe des beeinträchtigten Grundstücks ist der Abwehranspruch des gestörten Grundstückseigentümers nicht auf bestimmte in der Gemeindesatzung festgelegte Ruhezeiten oder eine bestimmte Lautstärke zu beschränken LG München I 30. Zivilkammer, Urteil vom 3. März 1989, Az: 30 O 1123/87

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