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Nachbarrecht

Grenzbaum - Infos und Rechtsberatung

30.10.2013 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Stehen ein Baum oder Strauch auf der Grenze von zwei Grundstücken, nennt man diesen Grenzbaum. Dieser Begriff ist in § 923 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) normiert.

Die Rechtsprechung zum Grenzbaum ist leider sehr uneinheitlich. Entscheidend kommt es darauf an,ob der Baum an dem Ort, wo er aus der Erde tritt, die Grundstücksgrenze durchschneidet. Auf die Lage der Wurzeln soll es dabei nicht ankommen. Die Instanzgerichte gehen vielmehr von einer "natürlichen Betrachtungsweise" aus.

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Im Einzelfall wurde daher schon die Grenzbaumeigenschaft verneint, obwohl ein Baum mit dem Stamm die Grenze durchschnitten hat, weil er sich nach dem Erdaustritt vollständig in Richtung eines Grundstücks neigte. Im Fall des vom Amtsgericht München entschiedenen Streits, Urteil vom 01.09.2004; Aktenzeichen: 141 C 20247/04 konnte daher der andere Nachbar nicht die Zustimmung zur Beseitigung des Baums verlangen. Denn nur beim Grenzbaum hat jeder der Nachbarn das Recht, die Beseitigung des Baumes oder Strauches zu verlangen.

Dient ein Baum oder Strauch als Grenzzeichen dient, darf er nicht beseitigt werden, wenn dieses Grenzzeichen nicht durch ein anderes zweckmäßiges Grenzzeichen ersetzt werden kann.

Die Kooperationsanwälte der Deutschen Anwaltshotline stehen Ihnen zur telefonischen oder E-Mail-Beratung zu allen Fragen rund um den Grenzbaum zur Verfügung.

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