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Nachbarrecht

Baumwurzeln - Infos und Rechtsberatung

25.05.2012 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Nach § 910 Abs. 1 Satz 1 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) kann der Grundstückeigentümer, auf dessen Grundstück Wurzeln des Nachbarn einwachsen, diese selbst abschneiden und behalten.
Dem Eigentümer steht dieses Recht aber nach § 910 Abs.2 BGB aber nur dann zu, wenn die Wurzeln oder die Zweige die Benutzung des Grundstücks beeinträchtigen.

Es ist daher jedem Baumeigentümer anzuraten, dafür Sorge zu tragen, dass die Baumwurzeln nicht in das Nachbargrundstück hinüber wachsen.
Denn der Nachbar kann die auf sein Grundstück hinüber gewachsenen Baumwurzeln nicht nur selbst beseitigen, sondern auch die dadurch entstehenden Kosten vom Eigentümer des Baums erstattet verlangen.

Der BGH (Bundesgerichtshof) hat zum Az. BGH V ZR 99/03 am 28.11.2003 entschieden, dass der Grundstückseigentümer von seinem Nachbarn die Beseitigung von herüber wachsenden Baumwurzeln verlangen kann.
Er kann nach Ansicht des BGH die Baumwurzeln jedoch auch ebenso selbst beseitigen. Tut er dies, kann er nach Auffassung des BGH die hierfür erforderlichen Kosten erstattet verlangen.

Diese Kosten umfassen sowohl das Beseitigen der Wurzeln, als auch die Wiederherstellung des vorherigen Zustandes, nicht jedoch eine komplett neue Pflasterung o.ä., was nach BGH eine Luxussanierung darstellen würde, deren Kosten der Nachbar nicht zu ersetzen braucht.

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