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Nachbarrecht

Baumüberhang - Infos und Rechtsberatung

29.06.2016 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Beim Baumüberhang im Sinne des Nachbarrechts in der Bundesrepublik Deutschland handelt es sich um Wurzeln und Zweige, die in ein Nachbargrundstück hineinreichen (§ 910 BGB).

Der Nachbar, auf dessen Grundstück Zweige eindringen, kann innerhalb einer angemessen zu setzenden Frist Beseitigung verlangen. Im Falle des fruchtlosen Fristablaufes hat er sodann das Recht, die überhängenden Zweige selbst abzutrennen und für sich zu behalten, es sei denn, der Baumüberhang beeinträchtigt nicht die Benutzung des Grundstücks (§ 910 Abs. 2 BGB). Gleiches gilt, bemerkenswerterweise ohne das Fristsetzungserfordernis, für Wurzeln.

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In diesem Zusammenhang sollte noch der rechtlich ähnlich gelagerte Fall des Baumüberfalls erwähnt werden. Hierbei handelt es sich um "Früchte, die von einem Baume oder Strauche auf ein Nachbargrundstück hinüberfallen" (§ 911 BGB). Dieser Baumüberfall gilt als Frucht des Grundstücks, auf das sie fallen. Sie gehört also dessen Eigentümer (oder demjenigen, der zur Beziehung von Früchten von diesem Grundstück berechtigt ist, etwa einem Pächter) und nicht dem Eigentümer des Grundstücks, auf dem der Baum oder Strauch steht.

Weitere Fragen zum Baumüberhang oder/und die Lösung Ihres konkreten Einzelfalls beantworten Ihnen gerne unsere Anwälte aus dem Nachbarrecht. Wir stehen Ihnen täglich von 8 bis 24 Uhr mit Rat und auf Wunsch Tat zur Seite.

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