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Nachbarrecht

Baumreihe - Infos und Rechtsberatung

07.07.2014 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Nürnberg vom 18.10.2000, Az. 12 U 2174/00 kann der Eigentümer eines Grundstücks vom Besitzer des Nachbargrundstücks verlangen, dass er überhängende Zweige von Bäumen oder Sträuchern entfernt.

Beseitigt der Nachbar die auf das andere Grundstück hinüber hängenden Zweige trotz Aufforderung und Fristsetzung nicht, kann der Eigentümer des beeinträchtigten Grundstücks die Zweige selbst abschneiden. Die Kosten der Selbsthilfe-Aktion trägt dann der säumige Nachbar. Naturgegebene Beeinträchtigungen durch Bäume in der Nachbarschaft (Laub, Wurzeln, Zweige) müssen die Grundstückseigentümer in gewissen Grenzen hinnehmen. Ein Beseitigungsanspruch ebenso wie das in § 910 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) genannte Selbsthilferecht besteht nur dann, wenn die Nutzung des Grundstücks durch Überhang oä. tatsächlich beeinträchtigt wird. Deshalb sollte jeder Grundstückseigentümer im wohlverstandenen eigenen Interesse darauf achten, dass er die für die Baumbepflanzung geregelten Grenzabstände einhält um so das Risiko des Überhangs/-wuchses möglichst zu minimieren. Die Abstandsflächen gelten nur für Bäume und Sträucher und nicht für Gräser. Das Amtsgericht Stuttgart hat jedoch entschieden, dass es nicht nur um die botanische Einordnung geht, sondern um die Vergleichbarkeit des Wuchses, so dass es Bambus, der botanisch zu den Gräsern zählt, durchaus den Gehölzen im Sinne des Nachbarrechts zugeordnet hat.

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