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Mietrecht

Wohnungsgarten - Infos und Rechtsberatung

07.07.2014 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Ob ein Mieter einen Wohnungsgarten nutzen darf oder nicht, hängt vom genauen Wortlaut des Mietvertrages ab.

Soweit nicht ausdrücklich etwas anderes in einem Mietvertrag vereinbart ist, gilt ausschließlich bei Einfamilienhäusern der Garten grundsätzlich als mitvermietet (vgl. z.B. OLG Köln, Az.: 19 U 132/93). Gartenpflegekosten muss ein Mieter unter Umständen auch dann zahlen, wenn er die Grünfläche überhaupt nicht nutzen darf oder kann, entschied der Bundesgerichtshof (VIII ZR 135/03). Entscheidend ist, dass im Mietvertrag die Gartenpflegekosten als umlegbare Betriebskosten vereinbart sind. Der ?Normalfall? ist dann der, dass der Mieter den - Garten hinter dem Haus -, bzw. die Grünflächen rund um die Wohnanlage auch nutzen darf. Nutzen bedeutet, dass sich der Mieter hier sonnen kann, dass die Kinder hier spielen dürfen, dass hier Wäsche getrocknet werden kann usw. Aber selbst wenn diese Nutzungsmöglichkeiten nicht bestehen und nicht erlaubt sind, muss der Mieter vertraglich vereinbarte Gartenpflegekosten zahlen. Vorausgesetzt - so der Bundesgerichtshof - die Gartennutzung ist nicht nur - exklusiv - dem Vermieter selbst oder nicht nur einer ganz bestimmten Mietparteien, z.B. dem Erdgeschoss-Mieter erlaubt. Ist aber keiner Mietpartei die Gartennutzung gestattet, kann der Vermieter die anfallenden Gartenpflegekosten auf alle Mieter des Hauses aufteilen. Denn durch die gärtnerisch angelegten Flächen wird die Wohn- und Lebensqualität verbessert.

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