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Soforthilfe vom Anwalt

Heckenschnitt: Was Grundstücksbesitzer wissen müssen

Hecken und Bäume müssen Sie als Grundstückseigentümer regelmäßig zurückschneiden - vor allem, wenn Sie auf öffentliche Straßen oder Nachbargrundstücke ragen. Das müssen Sie dabei beachten:
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG / 26.06.2018
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Wenn mit den ersten Sonnenstrahlen auch das Grün zurückkommt, beginnt für Grundstücksbesitzer die Arbeit: Bäume, Hecken und Sträucher müssen kontrolliert und zurückgeschnitten werden – vor allem dann, wenn sie auf öffentliche Straßen und Wege ragen. Kümmern Sie sich darum nicht, kann das teuer werden, denn die zuständige Behörde kann Ihnen den Rückschnitt durch eine Fachfirma dann in Rechnung stellen. Was Sie zum Thema Hecken und Bäume sonst noch wissen müssen, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Die wichtigsten Fakten zum Heckenschnitt:

Als Grundstücksbesitzer müssen Sie dafür sorgen, dass Hecken und Bäume nicht auf öffentliche Wege ragen. Kümmern Sie sich darum nicht, kann die Kommune den Rückschnitt auf Ihre Kosten von einer Firma durchführen lassen.

Im Frühjahr und Sommer dürfen Sie Hecken und Sträucher nur vorsichtig zurück-, aber nicht komplett abschneiden. So sollen brütende Vögel geschützt werden.

Auch die Bäume in Ihrem Garten müssen Sie regelmäßig prüfen und zurückschneiden. Stellen Sie eine Gefahr dar, müssen Sie sie unter Umständen auch fällen.

Abfälle vom Heckenschnitt dürfen Sie in den meisten Bundesländern nicht oder nur zu bestimmten Zeiten privat verbrennen.

Über einen Heckenstreit musste 2018 das Verwaltungsgericht Mainz entscheiden. Dabei ging es um einen Mann, dessen Eckgrundstück an öffentliche Straßen grenzte. Bäume und Hecken waren so üppig gewachsen, dass sie teilweise über die Grundstücksgrenze auf die Straße ragten. Die zuständige Behörde forderte ihn deshalb auf, die Gewächse zurückzuschneiden und als er das nicht tat, beauftragte sie ein Unternehmen damit und stellte dem Grundstückseigentümer die Kosten in Rechnung. Der wehrte sich aber vor Gericht und argumentierte, er hätte keine der beiden schriftlichen Aufforderungen zum Rückschnitt erhalten und betrachte zudem die eingeforderten Kosten als unangemessen. Außerdem hätte er Bäume und Hecken erst im Jahr zuvor zurückschneiden lassen, die Arbeiten wären also noch gar nicht wieder nötig gewesen.

Das Gericht sah das aber anders: Die Richter glaubten dem Mann nicht, dass er zwar alle anderen Schreiben der Behörden bekommen hatte, ausgerechnet die beiden Aufforderungen zum Rückschnitt aber nicht. Grundsätzlich sei er als Grundstückseigentümer verpflichtet, Bewuchs, der auf öffentliche Straßen rage, zu beseitigen. Täte er das nicht, dürfe die Behörde den Rückschnitt durch ein Unternehmen veranlassen und die Kosten von ihm einfordern (Verwaltungsgericht Mainz, Az. 3 K 363/17.MZ).

Damit Ihnen kein ähnlich teurer Fehler unterläuft, haben wir hier die wichtigsten Informationen zum Thema für Grundstückseigentümer zusammengefasst:

Wann muss ich meine Hecken schneiden?

Es gibt keine allgemeinverbindliche Regelung, wann Hecken und Bäume zurückgeschnitten werden müssen. Unter Umständen hat Ihre Gemeinde dafür eigene Vorschriften aufgestellt. Das können Sie direkt bei der zuständigen Behörde erfragen.

Grundsätzlich gilt aber: Wenn die Pflanzen zu einer Gefahr oder einer Behinderung werden, müssen Sie handeln – also vor allem dann, wenn andere Personen betroffen sind, die Gewächse also auf Nachbargrundstücke oder öffentliche Wege ragen.

Deshalb empfiehlt es sich, mindestens zweimal im Jahr Hecken und Sträucher an den Grundstücksgrenzen zu kontrollieren. Wenn Fußgänger oder Rad fahrende Kinder wegen überhängender Äste vom Fußweg auf die Straße ausweichen müssen, oder die Hecken Verkehrs- und Straßenschilder verdecken, müssen Sie sie spätestens zurückschneiden. Und auch dann, wenn im Kreuzungsbereich einer Straße die Sicht eingeschränkt wird.

Werden Sie nicht aktiv, kann die Gemeinde oder Stadt Geäst, das auf öffentliche Wege und Straßen ragt, auf Ihre Kosten zurückschneiden lassen – jedenfalls, wenn sie Sie vorher unter Setzung einer Frist dazu aufgefordert hat, das selbst zu tun und Sie nicht reagiert haben.

Extra-Tipp: Ragen Ihre Hecken nicht auf öffentliche Wege, sondern auf das Nachbargrundstück, kann das nicht nur schlechte Stimmung am Gartenzaun verursachen, sondern auch juristisch relevant für Sie werden. In den Nachbarrechtsgesetzen der einzelnen Bundesländer ist nämlich genau geregelt, wie weit Hecken, Bäume und Bauten von der Grundstücksgrenze entfernt sein müssen und was zu tun ist, wenn dieser Abstand nicht eingehalten wird. Was dabei im Detail gilt, haben wir hier für Sie zusammengefasst: Nachbarrecht: Wie hoch darf die Hecke zwischen zwei Grundstücken sein?

Wann darf ich Hecken schneiden?

Der Gesetzgeber macht einen Unterschied zwischen einem „Form- und Pflegeschnitt“ und dem „Abschneiden“ von Hecken und Gebüschen. Ersteres ist ganzjährig erlaubt, letzteres nur von Anfang Oktober bis Ende Februar. Im Frühjahr und Sommer verbietet das Bundesnaturschutzgesetz, Hecken ab- oder bis auf den Stock zurückzuschneiden. Damit sollen Vögel geschützt werden, die in dieser Zeit möglicherweise in der Hecke brüten und ihre Jungen aufziehen.

Was passiert mit alten Bäumen auf meinem Grundstück?

Bäume, die auf Ihrem Grundstück stehen, gehören Ihnen – egal, ob Sie sie selbst angepflanzt haben oder nicht. Damit sind Sie auch dafür verantwortlich, dass von ihnen keine Gefahr ausgeht. Prüfen Sie am besten zweimal im Jahr – einmal, wenn die Bäume Laub tragen, einmal ohne – ob sie noch gesund und stabil sind. Ist das nicht der Fall oder sind die Bäume so alt, dass sie bei einem Sturm, auch ohne morsch zu sein, eine Gefahr darstellen, müssen Sie handeln. Aber Vorsicht: Ab einer bestimmten Höhe brauchen Sie eine Genehmigung der Gemeinde, bevor Sie die Bäume fällen dürfen.

Was passiert mit den Schnittresten von Hecken und Sträuchern?

Vorbildlich haben Sie Hecken und Sträucher auf Ihrem Grundstück zurückgeschnitten. Doch jetzt liegen riesige Berge Grünschnitt in Ihrem Garten – viel zu viel, um es einfach auf dem Kompost zu entsorgen. Viele Grundstücksbesitzer greifen in dem Fall zu Feuerzeug oder Streichhölzern, doch was früher üblich war, ist heute vielerorts verboten: Ob Grünschnitt in Ihrer Stadt verbrannt werden darf, finden Sie am einfachsten heraus, indem Sie das zuständige Ordnungsamt anrufen. Dort erfahren Sie auch, in welchen Monaten (meist nur im April und Oktober), an welchen Wochentagen und zu welcher Uhrzeit Sie Gartenabfall verbrennen dürfen. Selbst die Höhe und Breite des zu verbrennenden Abfallhaufens ist mancherorts vorgeschrieben.

Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, wählen Sie besser eine Alternative: Wer die Möglichkeit dazu hat, kann die Abfälle zerkleinern und als Mulch für die Beete benutzen. Auch die Wertstoffhöfe nehmen zu bestimmten Zeiten Grünabfälle an, können unter Umständen aber die Menge limitieren, die Sie mit einer Fuhre abliefern dürfen. In manchen Gemeinden organisieren die Behörden in den Schnittmonaten auch Sammelstellen für Grünabfälle, an denen die Schnittreste abgegeben werden können und dann von der Kommune entsorgt werden.

Übrigens: Der Heckenschnitt kann für Sie auch zum Thema werden, wenn Sie nur Mieter sind. Unklarheit herrscht dabei oft über die Frage, ob der Vermieter die Kosten eines Heckenschnitts im Rahmen der Betriebskostenabrechnung auf die Mieter umlegen kann. Das hängt unter anderem davon ab, ob der Garten von allen Mietparteien genutzt werden kann oder nur einer Partei oder dem Vermieter zur Verfügung steht. Im ersteren Fall können die Kosten des Heckenschnitts bei einer entsprechenden Vereinbarung im Mietvertrag per Betriebskostenabrechnung auf die Mieter umgelegt werden - im letzteren Fall nicht.

##Heckenschnitt: Beratung durch einen Anwalt##

Sie liegen im Streit mit der Gemeinde, weil diese sich an Ihren üppigen Hecken stört. Oder Ihr prächtiger Apfelbaum sorgt für Ärger, weil er dem Nachbarn die Sonne nimmt? In der Telefon- oder E-Mail-Beratung durch die selbstständigen Kooperationsanwälte der Deutschen Anwaltshotline bekommen Sie schnell und unkompliziert Rechtsrat und Tipps für das weitere Vorgehen. Nutzen Sie jetzt die individuelle Beratung durch einen Anwalt:

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