Durchwahl Insolvenzrecht
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Wohlverhaltensperiode

Stand: 12.01.2016

Die Wohlverhaltensphase ist die Bewährungsphase des Schuldners.

Sie setzt einen Antrag des Schuldners auf Erteilung der Restschuldbefreiung voraus und beginnt mit dem Ende des Insolvenzverfahrens. Das Insolvenzgericht kündigt durch Beschluss an, dass der Schuldner die Restschuldbefreiung erlangt, wenn er den Obliegenheiten aus § 295 der Insolvenzordnung (InsO) nachkommt. Die Phase dauert bis zum Ablauf von sechs Jahren nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens (§§ 287 Abs. 2, 295 InsO). Neuerdings kann der Schuldner die Phase auf drei Jahre nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens verkürzen, wenn er die Verfahrenskosten beglichen hat und eine Befriedigung der Forderungen der Insolvenzgläubiger in Höhe von mindestens 35% möglich ist (§ 300 InsO). Über die Erteilung der Restschuldbefreiung nach Ablauf der Wohlverhaltensperiode entscheidet das Insolvenzgericht. Während der Wohlverhaltensphase muss der Schuldner insbesondere eine angemessene Erwerbstätigkeit ausüben bzw. sich um eine solche bemühen. Er darf keine zumutbare Tätigkeit ablehnen. Ist der Schuldner selbstständig tätig, muss er seine Gläubiger durch Zahlungen an den Treuhänder so stellen, wie wenn er ein angemessenes Dienstverhältnis eingegangen wäre. Anders als der Schuldner, der ein Arbeitnehmer ist, hat der Schuldner, der selbstständig ist, eigenständig zu überwachen, dass er seiner Pflicht aus § 295 Abs. 2 InsO nachkommt. Das birgt große Freiheiten, aber auch große Gefahren. Vermögen, das der Schuldner von Todes wegen oder mit Rücksicht auf ein künftiges Erbrecht während der Wohlverhaltensphase erwirbt, muss er zur Hälfte seines Werte an den Treuhänder herausgeben.

Für Fragen zum Thema Insolvenz stehen Ihnen die erfahrenen Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline per Telefon- oder Emailberatung zur Verfügung.


Passende Verträge zum Thema Wohlverhaltensperiode finden Sie im Vertragscenter:

Maßgebliche Urteile

Die Auskunftspflicht des selbstständigen Schuldners gegenüber dem Treuhänder oder dem Insolvenzgericht nach § 295 Abs. 1 Nr. 3, Abs. 2 InsO besteht nicht in Bezug auf etwaige erzielte Gewinne aus seiner selbstständigen Tätigkeit. Da der Schuldner die Insolvenzgläubiger so zu stellen hat, wie sie stehen würden, wenn er eine angemessene abhängige Beschäftigung ausüben würde, kann sich seine Auskunftspflicht auch nur darauf beziehen. D. h., der Schuldner hat nur solche Auskünfte zu erteilen, aus denen die ihm zumutbare abhängige Beschäftigung und das Einkommen daraus ermittelt werden kann (BGH, Beschluss vom 26. Februar 2013, Az.: IX ZB 165/11.


Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Wohlverhaltensperiode
Restschuldbefreiung: Krankenkasse fordert Zinsen nach unerlaubter Handlung
Privatinsolvenz anmelden
Beginn und Ende der Wohlverhaltensphase bei einem laufenden Insolvenzverfahren
Eine laufendes Insolvenzverfahren und die Problematik der Kündigung
Hat der Insolvenzverwalter die Möglichkeit das Geld aus einer Versicherungszahlung einzubeziehen?

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.209 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 17.10.2017
Vielen Dank für die Ausführliche Kompetente Beratung. Bei weiteren Unklarheiten gerne wieder.

   | Stand: 17.10.2017
Ich werde anwaltshotline weiterempfehlen und bei Bedarf auch nutzen

   | Stand: 16.10.2017
Nach einer Kündigung wollte mein Arbeitgeber ein Paragraphen wissen, in dem etwas sehr explizites stand. Nach langer Suche im Internet etc. habe ich nun die Anwaltshotline genutzt. Super Beratung mit verständlichen Erklärungen. Innerhalb von 10 Sekunden wurde ich an einen Anwalt geleitet. Vielen Dank für die super tolle und schnelle Hilfe!! Nur zu Empfehlen, immer wieder gern!

Der direkte Draht zum Anwalt:
0900-1 875 010-705
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
Durchwahl Insolvenzrecht
 
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Insolvenzrecht | Gesellschaftsrecht | Handelsrecht | Insolvenzrecht | Nullinsolvenz | Offenbarungseid | Privater Konkurs | Privatinsolvenz | Restschuldbefreiung | Schuldenbefreiung | Unterhaltspfändung | Verbraucherkonkurs | Girokonto für Jedermann | Hausfrauenbürgschaft | Schuldnerhilfe | Verbraucherinsolvenzrecht

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK
Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website
JURA TICKER
Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website

Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:
0900-1 875 010-705
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
Durchwahl Insolvenzrecht
 
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.
E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen