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Vorname - Infos und Rechtsberatung

Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG / 07.07.2016

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Das Bürgerliche Gesetzbuch enthält für den Vornamen im Gegensatz zu zum Nachnamen keine ausdrückliche Regelung. Die Eltern wählen den Vornamen für das Kind aus und haben zum einen dabei das Kindeswohl und zum anderen die Ordnungsfunktion der Namensgebung zu beachten. So müssen Eltern dem Kind einen eindeutig weiblichen oder männlichen Vornamen geben.

Bei ausländischen oder geschlechtsneutralen Vornamen ist ein geschlechtseindeutiger Vorname hinzuzufügen. Unzulässig sind Gattungsbezeichnungen, Adelsprädikate und gängige Nachnamen. Die Anzahl der ausgewählten Vornamen steht im freien Ermessen der Eltern, kann aber zur Wahrung des Kindeswohls begrenzt werden. Das Bundesverfassungsgericht hatte sich in einer Entscheidung (1 BvR 994/98) einmal mit der Frage, ob 12 Vornamen dem Kindeswohl entgegenstehen, zu befassen.
Hintergrund der Verfassungsbeschwerde war eine Entscheidung eines Oberlandesgerichts, in der es der Mutter untersagt wurde, dem Kind mehr als vier Vornamen zu geben. Das Bundesverfassungsgericht nahm die Beschwerde der Mutter nicht zur Entscheidung an, führte dazu aber auch aus, dass eine Beschwerde in der Sache keine Aussicht auf Erfolg hätte, denn das von Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG umfasste Recht der Eltern, ihrem Kind (einen) Vornamen zu geben, findet dort seine Grenze, wo die Namensbestimmung dem Kindeswohl widerspricht. Zwölf Vornamen seien dem Kindeswohl nicht entsprechend.

Vornamen können nach den Voraussetzungen des Namensänderungsgesetzes (NÄG), bei Adoption nach § 1757 IV Nr. 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) und nach dem TranssexuellenG geändert werden.

Die Kooperationsanwälte der Deutschen Anwaltshotline beraten Sie gerne zur sämtlichen Fragen zu zum Thema "Vorname" und allgemein zum Namensrecht.

Rechtsbeiträge über Familienrecht:

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