Navigationspunkt Hauptthema Unterthema Artikeltitel

Umgangsrecht und Umgangspflicht: Ihr Recht auf Umgang mit dem Kind

Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG / 19.07.2019
Rechtsberatung per Telefon
zum Thema Umgangsrecht
schnellgünstig
rechtssicher
Anwalt für Familienrecht anrufen:
0900-1 875 009 443*
* 1,99 €/Min inkl. 19% MwSt. aus dem Festnetz der Deutschen Telekom (ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen)
Anwalt für Familienrecht anrufen:
0900-1 875 009 443*
Rechtsberatung per Telefon
schnell
rechtssicher
günstig

Das Umgangsrecht berechtigt beide Elternteile zum persönlichen Kontakt mit dem gemeinsamen Kind – und umgekehrt das Kind zum Kontakt mit den Eltern. Es spielt vor allem dann eine Rolle, wenn es zu einer Scheidung oder einer Trennung der Eltern kommt. Denn spätestens dann stellen sich viele Betroffene Fragen wie: Darf ich mein Baby regelmäßig sehen? Wie viel Zeit darf ich mit dem gemeinsamen Kind verbringen? Darf ich den Umgang rechtlich einfordern? Und was, wenn der Ex-Partner mir den Umgang verweigert?

Rechtlicher Hintergrund

„Das Kind hat das Recht auf Umgang mit jedem Elternteil; jeder Elternteil ist zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt“, so heißt es in § 1684 Abs. 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Das Umgangsrecht steht demnach beiden Elternteilen gleichermaßen zu und ist in dieser Form gesetzlich geschützt.

Wie unterscheiden sich Besuchsrecht, Umgangsrecht und Sorgerecht?

Das Sorgerecht umfasst das Recht eines Elternteils, sein Kind zu erziehen, zu betreuen und Entscheidungen für das Kind zu treffen. Dagegen betrifft das Umgangsrecht unabhängig vom Sorgerecht den Umgang, also den Kontakt des Kindes zu seinen Eltern und andersherum. Hat nur ein Elternteil das alleinige Sorgerecht inne, bleibt das Umgangsrecht (umgangssprachlich auch Besuchsrecht) des anderen Elternteils davon unberührt.

Besuchszeiten: In welchem Rahmen wird der Umgang festgelegt?

Wie das Umgangsrecht im Einzelfall aussieht, hängt immer von der jeweiligen Lebenssituation ab. Das bedeutet: Sie als Eltern können individuell festlegen, wie Sie das Umgangsrecht in Ihrem Fall gestalten möchten. Dabei sollte jedoch stets das Kindeswohl im Vordergrund stehen. Im Idealfall einigen Sie sich einvernehmlich darüber, wie viel Zeit Sie mit dem gemeinsamen Kind verbringen und wo der Umgang stattfindet. Bei kleineren Kindern sind zum Beispiel wöchentliche Besuche des Umgangsberechtigten sinnvoll, für Schulkinder kommen auch regelmäßige Wochenendübernachtungen in Betracht.

Grundsätzlich gibt es zwei Umgangsmodelle:

Können Sie sich nicht über den Umgang und dessen Gestaltung einigen, kann das Familiengericht vermitteln und verbindliche Regelungen aufstellen.

Den Vater einfach vom Umgangsrecht ausschließen, kann die Mutter dagegen nicht. Ebenso wenig kann andersherum der Vater der Mutter den Umgang verweigern. Denn laut Gesetz haben beide Elternteile sowohl das Recht als auch die Pflicht, sich mit dem gemeinsamen Kind zu beschäftigen – im Zweifelsfall können sie den Umgang sogar vor Gericht einklagen.

Welche Möglichkeiten Sie haben, wenn Ihr Ex-Partner Ihnen den Umgang mit dem gemeinsamen Kind vorenthält, lesen Sie in unserem Ratgeber: Umgangsvereitelung – wenn ein Elternteil den Umgang verweigert.

Ausschluss vom Umgangsrecht

Dennoch gibt es einige wenige Situationen, in denen ein Elternteil den Ausschluss des anderen vom Umgang beantragen kann. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der betroffene Elternteil alkohol- oder drogenabhängig ist oder die Aufsichtspflicht verletzt hat.

Liegen Umstände vor, die das Kindeswohl erheblich gefährden, kann das Familiengericht dann dem betreffenden Elternteil den Umgang einschränken oder gar vollständig entziehen. Alternativ kann zumindest ein begleiteter Umgang angeordnet werden.

Zum kompletten Ausschluss des Umgangs kommt es allerdings nur in seltenen schwerwiegenden Fällen, beispielsweise dann, wenn der Umgangsberechtigte das Kind misshandelt oder sexuell missbraucht hat.

Wie Sie vorgehen sollten, wenn Sie Ihren Ex-Partner vom Umgang ausschließen lassen möchten, und wie Ihre Chancen darauf stehen, dass die Klage vor dem Familiengericht Erfolg hat, kann Ihnen ein Anwalt für Familienrecht einfach und verständlich am Telefon mitteilen. Um kein Scheitern der Klage vor Gericht zu riskieren, wählen Sie einfach die 0900-1 875 009 443*, um direkt mit einem Anwalt zu sprechen, oder schildern Sie Ihren Fall in der Online-Rechtsberatung, um die Antwort schwarz auf weiß per E-Mail zu erhalten. In jedem Fall haben Sie dann rechtliche Gewissheit und können den Ausschluss des Umgangs rechtssicher durchsetzen.

Wer hat ein Recht auf Umgang?

Nicht nur die Eltern, sondern auch weitere enge Bezugspersonen sind zum Umgang mit dem Kind berechtigt und können diesen einfordern. Darunter zählen beispielsweise die Großeltern und Geschwister des Kindes sowie Bezugspersonen, die für das Kind verantwortlich sind oder waren (zum Beispiel entferntere Familienmitglieder oder Stiefeltern, die sich viel mit dem Kind beschäftigt haben oder bei denen das Kind gelebt hat).

Umgangsrecht: Beratung durch einen Anwalt

Im Umgangsrecht ist stets der Einzelfall entscheidend und das Kindeswohl steht immer im Fokus. Im Zweifelsfall sollten Sie immer die Rücksprache mit einem erfahrenen Anwalt halten, damit Sie nicht den Kontakt zum Kind riskieren oder wegen einer falschen Selbst- oder Fremdeinschätzung auf den Umgang verzichten müssen. Über die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline erhalten Sie sofort Unterstützung von einem Anwalt aus dem Familienrecht - an 365 Tagen im Jahr, ohne Warteschleife oder langwierige Terminsuche.

Rechtsbeiträge über Familienrecht:

Wann ein Wechselmodell in der Kinderbetreuung vorliegt Wann es sich um Entziehung Minderjähriger bzw. Kindesentführung handelt Hauptwohnsitz des Kindes beim Wechselmodell binationale Ehe - Infos und Rechtsberatung Elternpflicht - Infos und Rechtsberatung
E-Mail Beratung
Fragen zum Thema
Umgangsrecht?
Anwalt anfragen
Anwalt für Familienrecht anrufen:
0900-1 875 009 443*
Rechtsberatung per Telefon
schnell
rechtssicher
günstig