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Begleiteter Umgang: Wann wird die Betreuung angeordnet?

Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG / 17.07.2019
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Auch nach einer Trennung oder Scheidung sind weiterhin beide Elternteile zum Umgang mit dem gemeinsamen Kind berechtigt und sogar verpflichtet. Das regelt das Bürgerliche Gesetzbuch in § 1684 Abs. 1 BGB. In einigen Fällen macht ein sogenannter begleiteter oder auch betreuter Umgang Sinn. Das heißt, dass das Umgangsrecht nur in Anwesenheit eines Dritten ausgeübt wird.

Warum ein begleiteter Umgang?

Umgangsberechtigte Personen – darunter zählen in der Regel die Eltern, Geschwister, Großeltern oder andere enge Bezugspersonen – und die betroffenen Kinder und Jugendlichen haben nach § 18 Abs. 3 Achtes Sozialgesetzbuch (SGB VIII) Anspruch auf Beratung und Unterstützung bei der Ausübung des Umgangsrechts.

Demnach kann eine dritte Person zwischen den Beteiligten vermitteln, wenn diese sich zum Beispiel nach einer Scheidung nicht über den Umgang mit dem Kind einigen können.

Weiter kann die begleitende Person für sie den Kontaktaufbau begleiten, erleichtern und fördern, wenn sich der Umgangsberechtigte und das Kind nicht nahestehen oder die Beziehung mit Konflikten belastet ist.

In anderen Fällen wiederum schützt der Dritte das Kindeswohl und stellt sicher, dass der Umgangsberechtigte die körperliche und geistige Gesundheit des Kindes nicht gefährdet. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der betroffene Elternteil unter Alkohol- oder Drogensucht leidet.

Wer begleitet den Umgang?

Der betreuende Dritte soll als neutrale Person zwischen Umgangsberechtigten und Kind auftreten. Wichtig ist deshalb, dass er sachlich und unparteiisch agiert. In der Regel handelt es sich um einen Mitarbeiter des Jugendamtes, er kann aber auch von anderen berechtigten Institutionen zur Kinder- und Jugendhilfe gestellt werden.

Der betreute Umgang als Einschränkung des Umgangsrechts

Haben Sie beispielsweise die Sorge, dass der Umgang mit Ihrem Ex-Partner dem gemeinsamen Kind nicht gut tut oder können gar eine Gefährdung des Kindeswohls nachweisen, so können Sie einen begleiteten Umgang für Ihren Ex-Partner entweder beim Jugendamt oder aber direkt vor dem zuständigen Familiengericht beantragen. Ist das Wohl des Kindes erwiesenermaßen gefährdet, wird der begleitete Umgang oder gar ein vollständiger Ausschluss des Umgangsrechts gerichtlich angeordnet.

Begleiteter Umgang: Beratung durch einen Anwalt

Werden Sie vom anderen Elternteil ohne triftigen Grund zum begleiteten Umgang gezwungen? Oder möchten Sie im Gegenteil einen begleiteten Umgang oder gar einen vollständigen Ausschluss des Umgangsrechts für Ihren Ex-Partner beantragen? Die selbstständigen Kooperationsanwälte der Deutschen Anwaltshotline helfen in allen Fragen rund um das Umgangs- und Sorgerecht sofort weiter. Wählen Sie die 0900-1 875 002 451*, um direkt mit einem Anwalt für Familienrecht zu sprechen, und erhalten Sie innerhalb weniger Minuten rechtlichen Rat und konkrete Tipps, wie Sie Ihre und die Rechte Ihres Kindes optimal durchsetzen können. Für einen schriftlichen Überblick über Ihre rechtliche Lage und Möglichkeiten empfiehlt sich die Online-Beratung per E-Mail.

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