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Haupterbe

Stand: 08.07.2015

Einen Haupterben kennt das Gesetz als eigenständigen Begriff nicht.

Landläufig wird als Haupterbe die Person bezeichnet, die den größten Anteil des Nachlasses des Verstorbenen erhält. Typischerweise ist damit,im Fall der ungeteilten Erbengemeinschaft, auch die Übernahme der Verwaltung und der Abwicklung des Nachlasses verbunden. In der Praxis kommt es aber oft vor, das sich ein Mieterbe die Verwaltungshoheit anmaßt und im Alleingang entscheidet, was alle entscheiden müssten. Erst in diesem Zusammenhang stellen sich für die übrigen Erben Fragen nach Auskunftsansprüchen, Grundsätzlich haben Erben einer Erbengemeinschaft untereinander keine Auskunftsansprüche, da sie nach dem Gesetz zur gemeinschaftlichen Verwaltung des Nachlasses verpflichtet sind. Ein solcher Anspruch kann aber bestehen, wenn es dem mit der Verwaltung des Nachlasses betrauten Erben leicht fällt, anhand seiner Informationen über den Nachlass eine solche Auskunft zu erteilen.

Haben Sie Fragen zum Verhältnis des Haupterben zu den übrigen Mitgliedern der Erbengemeinschaft, helfen Ihnen unsere Kooperationsanwälte gerne weiter. Halten Sie zum Gespräch bitte die erforderlichen Unterlagen bereit.

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Aus wievielen Erben besteht die Erbengemeinschaft?
  • Welche Anteile am Nachlass haben die einzelnen Erben?
  • Hat einer der Erben eine über den Tod hinausreichende Vollmacht und macht davon Gebrauch?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:

Grundsätzlich verwalten die Erben den Nachlass gemeinsam. Der mit Vollmacht versehene Haupterbe kann jedoch die Verwaltung übernehmen.

3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:

Macht der Haupterbe von seiner Vollmacht auschließlich im Interesse der Erbengemeinschaft Gebrauch und erteilt regelmäßig und umfassend Auskunft, ist die Abwicklung des Nachlasses unproblematisch.

4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:

Ergeben sich bei der Abwicklung des Nachlasses Probleme, können Sie von dem verwaltenden Miterben Auskunft verlangen, um gegebenenfalls die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft zu betreiben.

Maßgebliche Urteile

Dulden die übrigen Erben die Verwaltung durch einen Miterben, kann hierin bereits eine Bevollmächtigung zur Abwicklung des Nachlasses liegen. Die übrigen Erben müssen das Verwaltungshandeln dann gegen sich gelten lassen. (BGH, NJW 59/2114)


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Ich werde Sie auf alle Fälle weiterempfehlen. Meine Fragen zum Mietrecht bzw. Maklervertrag wurden von einer freundlichen Anwältin sehr hilfreich beantwortet.Vielen Dank dafür.

   | Stand: 04.11.2017
Ich hatte eine Rechtsfrage zur Fristberechnung bei der ordentlichen Kündigung von Verbraucherdarlehensverträgen nach zehn Jahren. Herr Rechtsanwalt Lehnert ist kompetent auf meine Fragen eingangen und hat diese beantwortet.

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