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Erbrecht

Erbverzichtsvertrag - Infos und Rechtsberatung

06.07.2016 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Verwandte des Erblassers und der Ehegatte können durch Vertrag auf ihr gesetzliches Erbrecht verzichten. Dies kann z.B. sinnvoll bei Unternehmen sein, die durch die gesetzliche Erbfolge aufgesplittet werden und der Unternehmensbestand dadurch bedroht würde. Häufig findet sich deshalb in Erbverzichtsverträgen eine Abfindungsregelung zugunsten des Verzichtenden.

Entgegen landläufiger Meinung umfasst ein wirksamer Erbverzicht auch das Pflichtteilsrecht! Wenn nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde, erstreckt sich der Verzicht auf den gesamten Familienzweig, d.h. verzichtet z.B. ein Kind auf sein Erbrecht, erben auch dessen Kinder, also die Enkel des Erblassers nicht. Es ist auch möglich zugunsten eines anderen auf sein Erbrecht zu verzichten. Dieser Verzicht wirkt sich nur dann aus, wenn der andere auch wirklich Erbe wird. Verzichtet z.B.die Ehefrau zugunsten ihres Kindes auf ihr gesetzliches Erbrecht und der Ehemann setzt Jahre später testamentarisch seine Geliebte als Alleinerbin ein, kann die Ehefrau ihr gesetzliches Erbrecht trotz Verzicht geltend machen.

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Ein Erbverzichtsvertrag muss notariell beurkundet werden. Minderjährige oder unter Betreuung stehende Personen bedürfen der Genehmigung des Familiengerichts. Die gesetzlichen Regelungen befinden sich im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), §§ 2346 - 2352.

Sofern Sie an einen Erbverzichtsvertrag denken, sollten Sie unbedingt zuvor fachkundigen Rat einholen. Im Erbrecht spezialisierte Rechtsanwälte können Sie über die Deutsche Anwaltshotline finden, die Ihnen auch telefonisch eine erste Auskunft geben können.

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