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Erbe ausschlagen - Infos und Rechtsberatung

Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG / 03.06.2013

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Im Erbfall tritt die Vermögensverschiebung durch den Tod und dadurch ein, dass der Erbe Inhaber des Vermögens des Verstorbenen wird, gem. § 1942 Abs. 1 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch).

Da jedes Vermögen - Aktiva und Passiva - einer Person zugeordnet ist, erhält der Erbe auch die Schulden, die der Erblasser vor seinem Tod machte.

Stellt sich nach dem Tod des Erblassers heraus, dass der Nachlass überschuldet ist, ist der Erbe natürlich daran interessiert, sich von diesen Schulden zu befreien. Um dies zu erreichen hat der Erbe die Möglichkeit, das Erbe durch entsprechende Erklärung gegenüber dem Nachlassgericht auszuschlagen, gem. § 1945 BGB. Es besteht auch die Möglichkeit, die Erbausschlagung bei einem Notar zu erklären und diese beim Nachlassgericht einzureichen. Nachlassgericht ist das Gericht des letzten Wohnsitzes des Erblassers, gem. § 343 FamFG.

Die Ausschlagungsfrist beginnt mit der Kenntnis des Erben vom Anfall der Erbschaft und beträgt sechs Wochen, gem. § 1944 Abs. 1, 2 BGB. Lebte der Erblasser im Ausland oder hat sich der Erbe bei Beginn der Frist im Ausland aufgehalten beträgt die Ausschlagungsfrist sechs Monate, gem. § 1944 Abs. 3 BGB.

Die Erbausschlagung kann jedoch eine Art "Kettenreaktion" in Gang setzen. An die Stelle der ausschlagenden Erben treten nämlich nun die nächstberufenen gesetzlichen Erben und damit u.U. die eigenen Kinder.

Unsere Anwälte beraten Sie schnell und kompetent bei der Klärung Ihrer Fragen rund um oben genannte Punkte. Oder auch wenn es darum geht, eine bereits erfolgte Ausschlagung wieder anzufechten, weil man festgestellt hat, dass doch nicht nur Schulden vorhanden sind.

Rechtsbeiträge über Erbrecht:

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