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Eigenhändig - Infos und Rechtsberatung

Eigenhändig - Infos und Rechtsberatung
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG / 05.08.2015

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Der Begriff eigenhändig beinhaltet, dass der Verfasser eines Textes persönlich in eigener Handschrift ein Dokument schreibt (eigenhändige Niederschrift) und in eigener Handschrift die Unterschrift unter dieses Schriftstück setzt (eigenhändige Unterschrift).

Diese Form der Verfassung eines Dokumentes soll die Überprüfung der Echtheit des Dokumentes anhand der individuellen Merkmale, die jede Handschrift aufweist, ermöglichen. Die Einhaltung dieser Form der Eigenhändigkeit ist in § 2247 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) für ein Testament insgesamt, das nicht von einem Notar aufgesetzt wurde, zwingend vorgeschrieben. Ein Testament, das nicht eigenhändig, sondern z.B. mit Computer verfasst und mit einem Drucker geschrieben und nur eigenhändig unterzeichnet wurde, ist unwirksam, weil es der Formvorschrift des § 2237 BGB nicht entspricht. Mag sich aus dem Schriftstück auch ergeben, was der Erblasser wollte, so wird dieses Schriftstück nicht als Testament anerkannt. Dies kann zur Folge haben, dass z.B. ein anderweitig errichtetes rechtsgültiges Testament, das der Erblasser vielleicht aufheben wollte, gilt oder die gesetzliche Erbfolge eintritt. Wird die Hand des Textverfassers beim Schreiben geführt, liegt keine Eigenhändigkeit vor. Erlaubt sind lediglich ein Abstützen des Arms oder Halten der geschwächten Hand, sofern der Textverfasser die Form der Schrift und den Inhalt selbst bestimmt. Auch Verträge oder z.B. Kündigungen müssen vom Erklärenden eigenhändig unterzeichnet sein, um wirksam werden zu können.

Fragen zur Eigenhändigkeit beantworten die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline

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