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Kündigung Bausparvertrag - Infos und Rechtsberatung

Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG / 16.12.2015
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Wer vor längerer Zeit einen Bausparvertrag abgeschlossen hat, der profitiert auch heute noch vom damals herrschenden Zinssatz. Mittlerweile befinden sich die Zinsen allerdings auf einem niedrigen Niveau. Deshalb wird es für Bausparkassen immer teurer, die höher verzinsten Bausparverträge laufen zu lassen. Viele Bausparkunden haben in den letzten Jahren Kündigungen ihrer alten Bausparverträge erhalten. Betroffen sind Verträge, bei denen die Mindestsparzeit seit ca. 10 Jahren überschritten wurde.

Wie die Banken die Kündigung begründen

Die Bausparkassen berufen sich bei den Kündigungen auf den Paragrafen 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB. Dieser sagt aus, dass ein Darlehen frühestens nach zehn Jahren auch vom Darlehensnehmer gekündigt werden darf. Als diesen sehen sich die Banken in der Sparphase des Bausparvertrags. Doch ist bisher umstritten, ob dieser Paragraf auf Bausparverträge überhaupt anwendbar ist und ob es sich bei einem Bausparvertrag tatsächlich um ein Darlehen handelt, das der Bausparer seiner Bank gewährt. Eine einheitliche Rechtsprechung gibt es bisher noch nicht. Daher sollte jeder Gekündigte telefonischen Rat beim Rechtsanwalt einholen, ob sich ein rechtliches Vorgehen lohnt. Den geringen Telefonkosten stehen mögliche entgangene Zinserträge entgegen.

Keine Kündigung vor Zuteilungsreife

Keinesfalls gekündigt werden darf aber, bevor der Sparer die festgelegte Zuteilungsreife hat. Diese ist erst erreicht, wenn der Kunde die vereinbarte Mindestsparzeit eingehalten und eine bestimmte Summe angespart wurde. Das ist in den Verträgen jeweils individuell geregelt. Es kann durchaus passieren, dass die Bank einen Bausparvertrag kündigt, bevor dieser zuteilungsreif ist. Wie genau die Bank das begründet dann, das sollte einem Rechtsanwalt geschildert werden. Er kann schnell beurteilen, ob und wie ein Betroffener gegen die Kündigung vorgehen kann.

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