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Soforthilfe vom Anwalt

Wie viel Urlaub steht mir nach der Kündigung noch zu? - Infos und Rechtsberatung

Arbeitnehmer erwerben nach 6 Monaten Wartezeit mit Beginn eines jeden Urlaubsjahres sofort den vollen Urlaubsanspruch.
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG / 10.07.2018
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Trotz Kündigung haben Sie einen Anspruch auf Resturlaub – doch nicht immer lässt sich dieser einfach berechnen. Haben Sie erst einmal herausgefunden, wie viele freie Tage Ihnen noch zustehen, können weitere Probleme entstehen: Gerade bei kurzen Kündigungsfristen oder bei einer fristlosen Kündigung kann es sein, dass der Urlaub nicht mehr genommen werden kann. In diesem Fall haben Sie ein Recht auf Urlaubsabgeltung.

Die wichtigsten Informationen zu Ihrem Urlaubsanspruch nach einer Kündigung:

  • Scheidet der Arbeitnehmer in der ersten Jahreshälfte aus dem Unternehmen aus, hat er einen Urlaubsanspruch von 1/12 des Jahresurlaubs pro Monat erworben.
  • Scheidet der Arbeitnehmer in der zweiten Jahreshälfte aus dem Unternehmen aus, steht ihm der volle Jahresurlaubsanspruch zu.
  • Kann der Urlaub nicht mehr genommen werden, haben Arbeitnehmer ein Recht auf Urlaubsabgeltung.

Hat der Arbeitnehmer die Wartezeit von 6 Monaten gemäß § 4 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) einmal erfüllt, erwirbt er mit Beginn eines jeden Urlaubsjahres sofort den vollen Urlaubsanspruch. Hierzu regelt § 5 BUrlG den Teilurlaubsanspruch, wenn der Arbeitnehmer nicht das gesamte Jahr über bei demselben Arbeitgeber beschäftigt ist. Nach Erfüllung der Wartezeit hat der Arbeitnehmer, der in der ersten Hälfte des Kalenderjahres ausscheidet, lediglich Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Beschäftigungsverhältnisses, d.h. scheidet der Arbeitnehmer zum 31.03. eines Jahres aus, hat er Anspruch auf 3/12 des Jahresurlaubs. Für angefangene Monate gibt es keinen Teilurlaubsanspruch. Scheidet der Arbeitnehmer in der zweiten Hälfte des Kalenderjahres aus, hat er Anspruch auf den vollen Jahresurlaub. Im Tarifvertrag oder Einzelvertrag kann vereinbart werden, dass auch beim Ausscheiden in der zweiten Jahreshälfte lediglich ein Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat erworben wird. Der gesetzliche Mindesturlaub von 24 Werktagen ist aber zwingend bei Verlangen des Arbeitnehmers zu gewähren, da hiervon gemäß § 13 BUrlG nicht zuungunsten des Arbeitnehmers abgewichen werden darf. Kann der Resturlaub nicht in der Kündigungsfrist gewährt werden, ist er abzugelten.

Urlaub bei Kündigung: Beratung durch einen Anwalt

Ihr Chef verweigert Ihnen den Resturlaub oder hat Ihren Urlaubsanspruch falsch berechnet? In diesen und vielen weiteren Fällen stehen Ihnen die selbstständigen Kooperationsanwälte der Deutschen Anwaltshotline mit Rat und Tat zur Seite. Schildern Sie Ihr Problem einfach am Telefon oder per E-Mail und schon erhalten Sie eine kostengünstige Rechtsberatung sowie rechtssichere Tipps zum weiteren Vorgehen.

Mehr Infos: Warum sich die Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline lohnt

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