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Putzfrau - Infos und Rechtsberatung

Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG / 25.03.2015
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Auch bei der Beschäftigung einer Putzfrau im privaten Haushalt mit einem monatlichen Verdienst bis zu 450 EUR handelt es sich um eine geringfügige Beschäftigung (geringfügig entlohnte Beschäftigung), die der Sozialversicherung gemeldet werden muss.

Für das Meldeverfahren ist die Minijob-Zentrale zuständig, die bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See angesiedelt ist. Für den Arbeitnehmer ist das geringfügige Beschäftigungsverhältnis sozialversicherungsfrei, mit Ausnahme der Rentenversicherung bei geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnissen. Allerdings kann sich der Arbeitnehmer von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Darüber hinaus sind geringfügig Beschäftigte sind unfallversichert, aber - von einigen Ausnahmen abgesehen - versicherungsfrei in der gesetzlichen Kranken-, Pflege und Arbeitslosenversicherung. Gemäß § 8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV liegt ein geringfügig entlohntes Beschäftigungsverhältnis vor, wenn das Arbeitsentgelt im Durchschnitt die Entgeltgrenze von monatlich 450 EUR nicht überschreitet. Hieraus ergibt für ein ganzes Jahr ein maximaler Betrag von 5400 EUR. Zu beachten ist hierbei, dass mehrere geringfügig entlohnte Beschäftigungsverhältnisse zusammengerechnet werden. Hat also eine Person zwei oder mehrere geringfügig entlohnte Beschäftigungsverhältnisse und ergibt sich hieraus insgesamt ein Betrag, der über der Entgeltgrenze liegt, dann gilt keines der Beschäftigungsverhältnisse als geringfügig. Dieses hat zur Folge, dass sofort die Versicherungspflicht in der Sozialversicherung eintritt. Übt eine Person hingegen neben einer versicherungspflichtigen Beschäftigung eine geringfügige Beschäftigung aus, so werden diese zwei Beschäftigungen nicht zusammengerechnet. Stattdessen unterliegt die Zweitbeschäftigung lediglich den pauschalen Abgaben. Allerdings führt jede darüber hinausgehende weitere geringfügige Beschäftigung zur Versicherungspflicht.

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