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Praktikantenverträge

Stand: 22.06.2012

Gegenstand eines Praktikantenvertrages ist der Erwerb von praktischen Kenntnissen im Rahmen einer Ausbildung, ohne dass eine systematische Berufsausbildung Inhalt und Zweck des Vertrages ist. Der Ausbildungszweck steht dabei im Vordergrund. Soweit eine Vergütung vereinbart wird, ist diese der Höhe nach auch eher als Aufwandsentschädigung oder als Beihilfe zum Lebensunterhalt zu verstehen (BAG 13.03.2003 6 AZR 564/01).

Die §§ 10 bis 23 und 25 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) finden gemäß § 26 BBIG auf den Praktikantenvertrag mit der Maßgabe Anwendung, dass die gesetzliche Probezeit in derartigen Verträgen abgekürzt, auf die Abfassung einer Vertragsniederschrift verzichtet und bei vorzeitiger Lösung des Vertragsverhältnisses nach Ablauf der Probezeit in Abweichung von § 23 Abs. 1 Satz 1 Schadensersatz nicht verlangt werden kann.

Für den Fall, dass der Praktikant minderjährig ist, ist zudem zu beachten, dass es der Zustimmung seiner gesetzlichen Vertreter, mithin beider Elternteile, bedarf. Sofern seitens der Eltern bereits die Zustimmung zur Ausbildung oder zum Studium vorliegt, dem das Praktikum dient, kommt § 113 BGB - anders als bei Berufsausbildungsverträgen - zur Anwendung.
Eine einzelne Zustimmung durch die gesetzlichen Vertreter ist dann nicht mehr. erforderlich.

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