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Mutterschaftsgeld und Mutterschutzlohn: Das steht Müttern zu

Während Sie sich im Mutterschutz befinden, erhalten Sie Mutterschaftslohn und Mutterschaftsgeld. Mutterschaftslohn erhalten Sie während eines individuellen Beschäftigungsverbotes, Mutterschaftsgeld während der gesetzlichen Schutzfrist. Lesen Sie hier, wie Sie Mutterschaftgeld beantragen können und was Sie sonst noch alles beachten sollten.
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG / 21.03.2018
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Während Sie sich im Mutterschutz befinden, sollten Sie sich keine Gedanken ums Geld machen. Das bedeutet auch, sobald Sie sich in einem individuellen Beschäftigungsverbot befinden, erhalten Sie Ihren Arbeitslohn oder Ihr Gehalt in voller Höhe weiter. Das gilt auch bei einem individuellen Beschäftigungsverbot, bis zum Beginn der gesetzlichen Schutzfrist sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin.

Das Wichtigste auf einen Blick

Mutterschutzlohn: Das Geld, das Sie von Ihrem Arbeitgeber während eines individuellen Beschäftigungsverbots erhalten, wird Mutterschutzlohn genannt.

Mutterschaftsgeld: Dieses Geld erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber und der Krankenkasse während Ihres gesetzlichen Beschäftigungsverbotes.

Antrag für das Mutterschaftsgeld: Sind Sie gesetzlich Krankenversichert, beantragen Sie das Mutterschaftsgeld bei Ihrer Krankenkasse.

1. Wann und wie erhalte ich Mutterschaftslohn?

Mutterschaftlohn erhalten Sie, wenn Sie ich in einem individuellen Beschäftigungsverbot während der Schwangerschaft befinden. Sie haben dann, auch wenn Sie länger als sechs Wochen ausfallen, Anspruch auf Ihr volles Einkommen. In einem solchen Fall würde normalerweise die Krankenkasse Krankengeld bezahlen. Als Berechnungsgrundlage dient hier dann das Einkommen, das Sie in den letzten drei Monaten vor Ihrer Schwangerschaft erzielt haben. Das gilt auch dann, wenn sich innerhalb dieser Zeit Ihre Entlohnungsart ändern sollte – Sie also nicht mehr ein pauschales Gehalt beziehen, sondern sich Ihre Tätigkeit nun auf Stundenlohnbasis befindet. Sollten Sie erst nach der Schwangerschaft bei Ihrem Arbeitgeber tätig geworden sein, so werden einfach die letzten drei Monate vor Ihrem individuellen Beschäftigungsverbot als Berechnungsgrundlage herangezogen.

2. Wer bekommt Mutterschaftsgeld?

Das Mutterschaftsgeld ist eine Leistung, die Sie erhalten, wenn Sie sich innerhalb des gesetzlichen Beschäftigungsverbotes befinden, welches das Mutterschutzgesetz (MuSchG) vorschreibt. Dabei ist auch die Rede von der Schutzfrist, die sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin beginnt und acht Wochen nach der Geburt endet. Hierbei unterscheidet der Gesetzgeber, ob Sie gesetzlich oder privat krankenversichert sind. Auch geringfügig Beschäftigte und Bezieherinnen von Arbeitslosengeld I haben Anspruch auf Mutterschaftsgeld.

Für die Zeit des gesetzlichen Beschäftigungsverbotes sowie für den Tag der Geburt selbst erhalten gesetzlich versicherte Frauen Mutterschaftsgeld. Das entrichtet allerdings nicht ausschließlich der Arbeitgeber – Sie beziehen für diese Zeit also formal kein Arbeitsentgelt. Halb so schlimm, denn Sie müssen auch für diese Zeit keine finanziellen Einbußen hinnehmen.

Das liegt daran, dass Ihr Gehalt dann nun nicht mehr nur von Ihrem Arbeitgeber gezahlt wird, sondern zu einem Teil von der Krankenkasse. Wie hoch dieser Anteil prozentual ist, liegt an Ihrem Nettoeinkommen, das Sie in den drei Monaten vor Beginn der Schutzfrist erhalten haben. Die Krankenkasse übernimmt dabei höchstens 13 Euro pro Kalendertag. Haben Sie also in der relevanten Zeit mehr Geld am Tag verdient, muss Ihr Arbeitgeber die Differenz übernehmen.



Rechenbeispiel:

Sie erhalten für die Monate Mai, Juni und Juli ein monatliches Nettogehalt von 1.500 Euro. Am 1. August beginnt Ihre gesetzliche Schutzfrist zu laufen. Da der August 31 Tage hat, erhalten Sie also 48,39 Euro am Tag. 13 Euro davon übernimmt Ihre Krankenkasse und 38,39 Euro Ihr Arbeitgeber. Ihnen entstehen keine weiteren Abzüge, da es sich ja nicht um Lohn oder Gehalt handelt, sondern um Mutterschaftsgeld.



Gut zu wissen: Wenn Sie für mehrere Arbeitgeber tätig sind, so lässt sich der Zuschuss des Arbeitgebers zu den höchstens 13 Euro pro Kalendertag anhand Ihres zusammengerechneten Nettoeinkommens ermitteln. Diesen Zuschuss zahlen dann die Arbeitgeber anteilig im Verhältnis der von Ihnen gezahlten Arbeitsentgelte.

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Ähnliches gilt, wenn Sie privat versichert sind. Hier zahlt für die Zeit, in der Sie nicht arbeiten dürfen, der Bund. Insgesamt für die kompletten 14-18 Wochen jedoch nur 210 Euro. Allerdings muss der Arbeitgeber auch hier die Differenz zu Ihrem Durchschnittsnettoverdienst der relevanten drei Monate aufstocken.

Wenn Sie selbstständig und privat versichert sind, haben Sie aber nur Anspruch auf das Mutterschaftsgeld, wenn Sie eine private Krankentagegeldversicherung abgeschlossen haben. Wenn Sie selbstständig und freiwillig gesetzlich versichert sind und einen Anspruch auf Krankengeld abgeschlossen haben, erhalten Sie Mutterschaftsgeld. Sie müssen dann die Wahlerklärung zum Anspruch auf Krankengeld allerdings spätestens zum 42. Tag vor dem voraussichtlichen Geburtstermin treffen.

Sind Sie zu Beginn der Schutzfrist arbeitslos und erhalten ALG I, haben Sie Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Dieses ist genauso hoch wie Ihr zuvor bezogenes Arbeitslosengeld. Das übernimmt dann die Krankenkasse. Erhalten Sie ALG II – umgangssprachlich Hartz IV – haben Sie keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Auch eine Einmalzahlung entfällt dann für Sie. Aber ab der 13. Woche Ihrer Schwangerschaft können Sie beim Jobcenter einen Mehrbedarf anmelden. Sie erhalten dann Geld in Höhe von 17 Prozent des Regelsatzes von der Agentur für Arbeit.

3. Mutterschutzrechner: Wie Sie Ihr Einkommen selbst berechnen können

Wie bereits erwähnt, ist Ihr durchschnittliches Arbeitsentgelt die Grundlage für die Berechnung des Mutterschaftsgeldes. Allerdings sollten Sie einige Ausnahmen beachten, wenn Sie selbst berechnen wollen, wie viel Geld Ihnen in der Schutzfrist bleibt.

Denn einige Sonderfälle bleiben für den Berechnungszeitraum unberücksichtigt. So fließt ein einmalig gezahltes Arbeitsentgelt nicht in die Berechnung des Durchschnitts Ihres Verdienstes ein. Auch Kürzungen Ihres Einkommens, die durch Kurzarbeit, Arbeitsausfälle oder unverschuldeten Arbeitsausfälle eintreten, dürfen Sie bei Ihrer Berechnung nicht berücksichtigen. Sollte eine Berechnung des Einkommens für diesen Zeitraum bei Ihnen nicht möglich sein, so dürfen Ihr Arbeitgeber und die Krankenversicherung das Einkommen einer vergleichbar beschäftigten Person zugrunde legen. Sind Sie noch keine drei Monate vor Beginn der Schutzfrist für Ihren Arbeitgeber tätig, so bemisst sich das Einkommen einfach anhand der Tage, die Sie schon für ihn arbeiten.

Gut zu wissen: Erhalten Sie innerhalb des Berechnungszeitraum eine Gehaltserhöhung, so gilt der höhere Betrag als Grundlage, anhand der sich das Mutterschaftsgeld bemisst. Auch wenn diese erst nach dem Berechnungszeitraum in Kraft tritt. Das gleiche gilt allerdings auch für Gehaltskürzungen.

4. Wie beantrage ich Mutterschaftsgeld?

Das ist unterschiedlich und kommt darauf an, wie Sie versichert sind. Wichtig ist aber, dass Sie den Antrag schriftlich und sobald wie möglich einreichen. In der Regel darf Ihnen Ihr Arzt die dafür nötige Bescheinigung aber erst sieben Wochen vor dem Geburtstermin aushändigen – dann sollten Sie handeln. Wenn Sie gesetzlich versichert sind, stellen Sie den Antrag bei Ihrer Krankenkasse. Wenn Sie privat versichert oder aber in der gesetzlichen Krankenversicherung familienversichert sind, wenden Sie sich hierzu an die Mutterschaftsgeldstelle des Bundesversicherungsamtes. Folgendes benötigen Sie für Ihren Antrag auf Mutterschaftsgeld:

Sie erhalten noch eine Erklärung für die Zahlung von Mutterschaftsgeld nach der Geburt. Diese senden Sie einfach zusammen mit der Geburtsurkunde Ihres Kindes zur Krankenkasse zurück.

Gut zu wissen: Mutterschaftsgeld erhalten Sie während der gesamten gesetzlichen Schutzfrist. Also auch bis zu zwölf Wochen nach der Geburt. Das Elterngeld erhalten Sie ab dem Tag der Entbindung. Das Mutterschaftsgeld wird während dieser Überschneidung nach der Geburt auf das Elterngeld angerechnet. Das gilt aber nicht, wenn Sie privat versichert sind, da Sie hier nur einmalig 210 Euro erhalten.

Gerade beim Mutterschaftslohn oder dem Mutterschaftsgeld kommt es häufig auf den Einzelfall an. Sollten Sie weitere Fragen haben, helfen Ihnen die selbstständigen Kooperationsanwälte der Deutschen Anwaltshotline gerne schnell und unkompliziert am Telefon weiter.

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