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Lohnfortzahlung

Stand: 28.04.2014

Grundsätzlich erhält der Arbeitnehmer seinen Lohn nur für tatsächlich geleistete Arbeit.

Hiervon gibt es jedoch zum Schutz des Arbeitnehmers eine Vielzahl gesetzlicher Ausnahmen, die den Arbeitgeber zur Lohnzahlung verpflichten, ohne dass dem eine Arbeitsleistung gegenübersteht. Die größte Bedeutung hat dabei sicherlich der Anspruch des Arbeitnehmers auf Lohnfortzahlung für die Dauer von 6 Wochen im Krankheitsfall sowie an gesetzlichen Feiertagen nach den Bestimmungen des Entgeltfortzahlungsgesetzes ( EFZG ). Zu beachten ist, dass der Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erst nach einer vierwöchigen ununterbrochenen Dauer des Arbeitsverhältnisses entsteht. Dauert eine Erkrankung über 6 Wochen hinaus, erhält der Arbeitgeber als Lohnersatz Krankengeld von seiner Krankenkasse. Dabei gelten Sonderregeln, wenn der Arbeitnehmer nach Ablauf von 6 Monaten erneut wegen derselben Erkrankung arbeitsunfähig wird.

Wichtig ist auch der Anspruch des Arbeitnehmers nach den Bestimmungen des Bundesurlaubsgesetzes ( BUrlG ) auf bezahlten Erholungsurlaub, dessen Dauer sich nach Arbeits- oder Tarifvertrag richtet. Liegt eine Vereinbarung über den Jahresurlaub nicht vor, gilt der Mindesturlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz. Besteht für werdende Mütter ein Beschäftigungsverbot nach dem Mutterschutzgesetz ( MuSchG ), haben sie einen Anspruch auf Lohnfortzahlung, soweit sie während des Beschäftigungsverbotes kein Mutterschaftsgeld beziehen.

Die Anwälte der Deutschen Anwaltshotline aus dem Bereich Arbeitsrecht helfen Ihnen bei weiteren Fragen gerne weiter. Bitte halten Sie dazu Ihren Arbeitsvertrag und ggf. Lohnabrechnungen bereit.


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