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Soforthilfe vom Anwalt

Krankmeldung per E-Mail: Die 6 wichtigsten Fragen

Grundsätzlich ist eine Krankmeldung per E-Mail möglich – hier erfahren Sie, was es dabei zu beachten gilt.
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG / 18.06.2018
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Oft passiert es ohne Vorwarnung: Der Beginn einer Grippe, das Einsetzen von Migräne oder ein Sturz von der Treppe – und plötzlich sind Sie nicht mehr in der Lage, am Arbeitsplatz zu erscheinen. Jetzt gilt es, den Arbeitgeber schnellstmöglich über Ihre Arbeitsunfähigkeit zu informieren, damit er sich auf Ihre Abwesenheit einstellen und gegebenenfalls eine Vertretung organisieren kann. Grundsätzlich ist das auch per E-Mail möglich – wir klären, was es dabei zu beachten gibt.

Krankmeldung per E-Mail: Das Wichtigste vorab

Eine Krankmeldung per E-Mail ist grundsätzlich zulässig, wenn Sie davon ausgehen können, dass Ihr Arbeitgeber diese auch rechtzeitig zur Kenntnis nimmt.

Die ärztliche Unfähigkeitsbescheinigung muss allerdings im Original bei Ihrem Arbeitgeber abgegeben werden. Sie lediglich als Foto oder Scan im E-Mail-Anhang zu senden, ist nicht ausreichend!

Wann muss ich mich krankmelden?

Sobald Sie wissen, dass Sie arbeitsunfähig sind, müssen Sie Ihrer Mitteilungspflicht nachkommen. Das heißt: Sie müssen Ihren Arbeitgeber unverzüglich – also schon vor einem etwaigen Arztbesuch – darüber in Kenntnis setzen, dass Sie nicht zur Arbeit erscheinen können.

Informieren Sie Ihren Vorgesetzten so schnell wie möglich über Ihre Krankheit und warten Sie nicht erst auf ein ärztliches Attest! Anderenfalls kann Ihre Abwesenheit als unentschuldigtes Fehlen gewertet werden und zu einer Abmahnung oder sogar einer Kündigung führen.

Ist eine Krankmeldung per E-Mail zulässig? Auf welchem Weg melde ich mich am besten krank?

Grundsätzlich ist eine Krankmeldung per E-Mail, Anruf, SMS oder Fax möglich – am besten sprechen Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber ab, welche Art der Benachrichtigung er in einem solchen Fall bevorzugt. Wichtig ist in erster Linie, dass Ihr Arbeitgeber unverzüglich über Ihren Zustand informiert wird. Bei einer Krankmeldung per E-Mail müssen Sie sich demnach sicher sein, dass diese auch wirklich gelesen und von den zuständigen Personen rechtzeitig zur Kenntnis genommen wird. Davon können Sie zwar ausgehen, wenn die E-Mail ein gängiges Kommunikationsmittel in Ihrem Unternehmen ist – die Gewissheit, dass die Krankmeldung Ihren Arbeitgeber auch wirklich erreicht, haben Sie allerdings eher bei einem persönlichen Gespräch am Telefon. Falls Sie unsicher sind, ob Ihre E-Mail auch wirklich sofort gelesen wird, rufen Sie deshalb besser Ihren Arbeitgeber an. Sonst kann es im schlimmsten Fall sein, dass der Arbeitgeber Ihre Krankmeldung nicht rechtzeitig zur Kenntnis nimmt und Ihre Abwesenheit als unentschuldigtes Fehlen oder Arbeitsverweigerung deutet – und Sie dementsprechende Konsequenzen zu tragen haben.

Welche Informationen muss meine E-Mail bei einer Krankmeldung enthalten?

Ihre Krankmeldung soll es dem Arbeitgeber ermöglichen, sich darauf einzustellen, dass Sie über eine bestimmte Zeit hinweg nicht zur Verfügung stehen. Damit er dementsprechend erforderliche organisatorische Maßnahmen treffen kann, gehört zu einer Krankmeldung auch die Angabe, wie lange Ihre Arbeitsunfähigkeit voraussichtlich andauern wird.

Sie sind nicht dazu verpflichtet, dem Arbeitgeber die Art Ihrer Erkrankung mitzuteilen. Auch auf einer ärztlichen Bescheinigung ist die Diagnose nicht angegeben. Allerdings kann eine Angabe der Krankheit in einigen Fällen sinnvoll sein und verhindern, dass beim Arbeitgeber der Verdacht auf Simulation aufkommt. Die Entscheidung darüber, ob Sie genauere Informationen über Ihre Krankheit offenlegen wollen, liegt hier aber voll und ganz bei Ihnen.

Wie gehe ich vor, nachdem ich mich per E-Mail arbeitsunfähig gemeldet habe?

Unabhängig davon, ob Sie sich per E-Mail oder am Telefon krankgemeldet haben, gilt: Wenn Ihre Krankheit andauert, müssen Sie sich von Ihrem Arzt krankschreiben lassen und die ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beim Arbeitgeber vorlegen – und zwar spätestens am ersten Werktag nach Ablauf von drei Kalendertagen (gesetzliche Frist). Manche Arbeitgeber fordern diese auch bereits am ersten Tag der Erkrankung. Ob für Sie als Arbeitnehmer die gesetzliche oder eine vom Arbeitgeber kürzer festgelegte Frist gilt, können Sie Ihrem Arbeitsvertrag entnehmen.

Für viele Arbeitnehmer ist es angenehm, wenn ihnen die AU-Bescheinigung bereits vor Ende der Frist als E-Mail-Anhang oder Fax geschickt wird. Doch Vorsicht: Es ist dringend notwendig, dass dem Arbeitgeber die ärztliche Bescheinigung auch als Original vorliegt! Sie kann persönlich eingereicht oder per Post geschickt werden. Die Bescheinigung einzig und allein als Kopie, Foto oder Scan zu senden, reicht dagegen nicht aus.

Ich bin arbeitslos gemeldet. Muss ich mich trotzdem krankmelden?

Ja! In diesem Fall müssen Sie sich am ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit bei der Agentur für Arbeit krankmelden und bei andauernder Krankheit eine ärztliche Bescheinigung vorlegen. Auch hier beträgt die gesetzliche Frist drei Tage, die Agentur darf allerdings genau wie der Arbeitgeber auf eine frühere Einreichung des Attests bestehen.

Kann und soll ich mich krankmelden, wenn ich im Urlaub erkranke?

Unbedingt, wenn Sie Ihre Urlaubstage nicht aufgrund einer Krankheit verlieren wollen. Urlaub soll Ihnen zur Erholung dienen; wenn Sie krank sind, ist das nicht mehr möglich. Deshalb gilt: Erkranken Sie während Ihres Urlaubs, werden die Krankheitstage grundsätzlich nicht auf den Urlaub angerechnet – vorausgesetzt, Sie melden sich bei Ihrem Arbeitgeber rechtzeitig arbeitsunfähig und weisen dies fristgerecht nach. Auch bei Krankheit im Urlaub muss Ihr Vorgesetzter am ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit informiert werden. Außerdem müssen Sie sich die Krankheit ebenfalls am ersten Tag attestieren lassen und dieses Attest dem Arbeitgeber innerhalb der gültigen Frist vorlegen. Sprechen Sie sich diesbezüglich am besten mit Ihrem Arbeitgeber ab, da es bei Auslandsurlauben vorkommt, dass ein Attest mit der Post nicht innerhalb von vier Tagen ankommt.

Beratung durch einen Anwalt

Bei weiteren Fragen zu Ihrer individuellen rechtlichen Situation, Rechtsproblemen mit dem Arbeitgeber oder Unklarheiten zum Thema Arbeitsrecht, helfen Ihnen die selbstständigen Kooperationsanwälte der Deutschen Anwaltshotline gerne weiter! Ihre Rechtsfragen können in der Regel innerhalb weniger Minuten am Telefon oder innerhalb eines Tages per E-Mail geklärt werden.

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