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Arbeitsrecht

Hamburger Modell - Infos und Rechtsberatung

10.06.2015 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Als Hamburger Modell wird die stufenweise Wiedereingliederung eines Arbeitnehmers in das Arbeitsleben nach längerer krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit bezeichnet.

Jeder behandelnde Arzt soll gemäß § 74 SGB V auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vermerken, wenn der arbeitsunfähige Arbeitnehmer seine bisherige Tätigkeit vorerst nur teilweise verrichten kann und deren stufenweise Wiederaufnahme eine bessere Wiedereingliederung verspricht. Während der Maßnahme gilt der Arbeitnehmer weiterhin als arbeitsunfähig. Er erhält daher keine Vergütung durch den Arbeitgeber, sondern weiterhin Krankengeld von der Krankenversicherung. Die Wiedereingliederung kann jederzeit abgebrochen werden, wenn sich herausstellt, dass der Arbeitnehmer den Belastungen doch (noch) nicht gewachsen ist. Die stufenweise Wiedereingliederung bedarf der Zustimmung des Arbeitgebers. Gegen seinen Willen kann sie nicht durchgesetzt werden.

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