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Gleichstellung

Stand: 29.03.2012

Nach § 2 Abs. 3 SGB IX ist ein Antrag auf Gleichstellung mit einem schwerbehinderten Menschen möglich. Der rechtliche Status eines Schwerbehinderten wird grundsätzlich erreicht, wenn ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 festgesetzt wird. Bereits ab einem GdB von 30 kann jedoch beim zuständigen Arbeitsamt ein Gleichstellungsantrag i.S. § 2 Abs. 3 SGB IX gestellt werden.Damit werden bestimmte Rechte (allerdings nicht alle) gesichert, die ansonsten nur den Schwerbehinderten zustehen.

Das Gleichstellungsgesetz soll neben der Diskriminierung wegen u.a. dem Geschlecht, Alter, Rasse etc. die Benachteiligung behinderter Menschen beseitigen und eine gleichberechtigte und selbstbestimmte Lebensführung ermöglichen.

Durch das allgemeiner Gleichstellungsgesetz (AGG) vom 14.08.2006 sollen gemäß § 2 AGG Benachteiligungen im Bereich Zugang zur selbstständigen und unselbstständigen Tätigkeit, Arbeitsbedingungen, Berufsberatung, Sozialschutz, Bildung und Zugang und Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen einschließlich Wohnraum verhindert bzw. beseitigt werden.

Werden behinderte Menschen in ihren Teilhaberechten oder in ihrem Recht auf Gleichbehandlung verletzt, können sie entweder selbst, oder aber durch Interessensverbände Rechtsschutz beantragen.


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