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Arbeitsrecht

Elternteilzeit - Infos und Rechtsberatung

05.01.2018 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben nicht nur die Möglichkeit eine komplette Auszeit zugunsten ihrer Kinder zu nehmen, sondern können alternativ auch in Elternteilzeit arbeiten. Dabei sollten Sie aber ein paar Dinge beachten, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

Habe ich einen Anspruch auf Elternteilzeit?

Voraussetzung für die Geltendmachung eines Anspruches auf Elternteilzeit nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz ist, dass der Arbeitgeber mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt, das Arbeitsverhältnis bereits länger als sechs Monate in demselben Betrieb oder Unternehmen besteht und die vertraglich vereinbarte regelmäßige Arbeitszeit für mindestens zwei Monate auf einen Umfang zwischen 15 und 30 Wochenstunden verringert werden soll (§ 15 Abs. 7 BEEG). Wollen Sie mehr oder weniger arbeiten, erlischt ihr Anspruch auf Elternteilzeit. Um die Elternteilzeit zu beanspruchen, ist ein schriftlicher Antrag des Arbeitnehmers nötig, aus dem die gewünschte Wochenarbeitszeit sowie die gewünschte Arbeitszeitverteilung hervorgehen müssen.

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Der Arbeitgeber kann das Teilzeitverlangen nur aus dringenden betrieblichen Gründen ablehnen. Der Rechtsprechung nach ist der Arbeitnehmer auch grundsätzlich nicht daran gehindert, erst im Laufe der Elternzeit einen Antrag auf Elternteilzeit zu stellen.

Zwar gelten diese gesetzlichen Regelungen für einen Anspruch auf Elternteilzeit, doch empfiehlt sich das Gespräch mit dem Arbeitgeber, wenn Sie auch nach ihrer Elternzeit in Teilzeit verbleiben möchten. Ist das Ihr Wunsch, sollten Sie das Ihrem Arbeitgeber schriftlich und so früh wie möglich – am besten bereits beim Beantragen der Elternzeit – mitteilen. Ansonsten gilt Ihr Arbeitsvertrag, der bereits vor Ihrer Elternzeit gültig war, nach dem Ende dieser ganz normal wieder.

Wie sieht es finanziell aus?

Wenn Sie in Elternteilzeit arbeiten wollen, sollten Sie aber beachten, dass Ihr erzieltes Einkommen auf das Elterngeld entsprechend angerechnet wird. Es ist generell außerdem zu empfehlen, die Teilzeittätigkeit mindestens zwei Monate lang auszuüben, da der organisatorische Aufwand für den Betrieb recht hoch sein kann, wenn es darum geht, Vollzeitarbeitsplätze in mehrere Teilzeitarbeitsplätze zu unterteilen oder Ihr Arbeitgeber durch Ihren kurzfristigen Abgang in Personalnot gerät. Hier finden Sie weitere Informationen zum Elterngeld.

Verweigert Ihnen ihr Chef den Anspruch der Ihnen zusteht, oder sind Sie sich unsicher, wie sich die Elternteilzeit auf ihre persönliche finanzielle Situation auswirkt? Gerne helfen Ihnen die selbstständigen Kooperationsanwälte der Deutschen Anwaltshotline bei individuellen Fragen weiter.

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