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Ausbildungsvertragsrecht

Stand: 13.06.2013

Ausbildungsvertragsrecht ist das Recht eines Auszubildenden, das sich aus dem Ausbildungsvertrag ergibt.

Grundlage eines jeden Ausbildungsvertrages sind wiederum die Regelungen des Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Dieses schreibt vor, dass ein Ausbildungsvertrag gem. § 10 Abs. I BBiG zwingend vor Beginn der Ausbildung zwischen dem Auszubildenden und dem Ausbilder zu schließen ist.

Dem Grundsatz nach sind für den Ausbildungsvertrag dieselben Vorschriften anzuwenden wie beim Arbeitsvertragsrecht, soweit sich nicht aus dem BBiG etwas anderes ergibt.

Die Vertragsniederschrift des Ausbildungsvertrages muss gem. § 11 Abs. I BBiG unter anderem den Beginn und die Dauer sowie Art, sachliche und zeitliche Gliederung und das Ziel der Ausbildung enthalten. Daneben sind noch aufzuführen Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte, Dauer der regelmäßigen Arbeitszeit, Dauer der Probezeit, Zahlung und Höhe der Vergütung, Urlaubsregelungen, Kündigungsmöglichkeiten und allgemeine Hinweise auf anwendbare Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen.

Besonderheiten gelten beim Ausbildungsvertragsrecht bei der Probezeit nach §20 BBiG. Diese kann zwischen einem und maximal 4 Monate betragen. Während dieser Probezeit ist eine Kündigung jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist möglich.

Nach Ablauf der Probezeit ist eine Kündigung von Seiten des Arbeitgebers nur noch aus wichtigem Grund möglich und muss auch unverzüglich nach Bekanntwerden des entsprechenden Vorfalls erfolgen.

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