Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Versorgungsausgleich bei Tod des Ausgleichberechtigten

Ein Beitrag von Rechtsanwältin Tanja Wendel-Lindinger
Stand: 17.03.2016

§ 37 Versorgungsausgleichsgesetz regelt die Anpassung eines Versorgungsausgleichs bei einer Scheidung wegen Tod der ausgleichsberechtigten Person.

Ist die ausgleichsberechtigte Person gestorben, so wird auf Antrag ein Anrecht der ausgleichspflichtigen Person nicht länger aufgrund des Versorgungsausgleichs gekürzt. Beiträge, die zur Abwendung der Kürzung oder zur Begründung von Anrechten zugunsten der ausgleichsberechtigten Person gezahlt wurden, sind unter Anrechnung der gewährten Leistungen an die ausgleichspflichtige Person zurückzuzahlen.

Die Anpassung nach Absatz 1 findet allerdings nur statt, wenn die ausgleichsberechtigte Person die Versorgung aus dem im Versorgungsausgleich erworbenen Anrecht nicht länger als 36 Monate bezogen hat. Gemäß § 37 III VersAusglG ist jedoch geregelt, dass wenn die ausgleichspflichtige Person im Versorgungsausgleich Anrechte von der verstorbenen Person erworben hat, diese erlöschen, sobald die Anpassung wirksam wird. Dessen sind sich die wenigsten Betroffenen bewusst.

Die gesetzliche Rentenversicherung belehrt auch lediglich über den bei ihr möglichen Anpassungsantrag anlässlich des Todes eines geschiedenen Ehegatten - nicht über Folgen des Antrags auf eventuell anderweitige Anrechte. Kommt ein Antrag auf Anpassung gem. § 37 VersAusglG in Betracht, so muss jedoch die Gesamtprüfung des Versorgungsausgleiches erfolgen, damit ein solcher Antrag nicht gleichsam zum Eigentor wird.

Hat zwar der Betroffene Anrechte aus der gesetzlichen Rentenversicherung im Rahmen der Scheidung an den nunmehr verstorbenen Ehegatten abgeben müssen, erhielt aber eventuell in höherem Maße z. B. Anrechte aus berufsständischen Versorgungen bzw. Versorgungen im Sinne des § 32 VersAusglG des verstorbenen geschiedenen Ehegatten, so wäre ein Anpassungsantrag nach § 37 VersAusglG völlig kontraproduktiv.

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-903
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zur Autorin des Beitrages:
Rechtsanwältin Tanja Wendel-Lindinger   |Hier klicken





Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Scheidung

Verdacht des Verrats von Steuergeheimnissen gegenüber dem Finanzamt | Stand: 28.01.2015

FRAGE: Ich habe am 25.10.2014 die Steuererklärung für das Jahr 2013 online abgegeben. Bis jetzt hatte ich nichts vom Finanzamt mehr gehört.Nun hat mir meine seit 2011 geschiedene Ex-Frau heut...

ANTWORT: Von einer voreiligen Strafanzeige bzw. Strafantrag wegen Verrats von Steuergeheimnissen *1) rate ich ab, das würde mit Sicherheit erfolglos bleiben und unnötig die Atmosphäre vergiften ...weiter lesen

Unterhaltszahlungen nach Scheidung | Stand: 04.07.2014

FRAGE: Verdiene Brutto 8.480 EUR (Firmenwagen 500 EUR, Steuerklasse 3, Kinderfreibetrag 2) Kinder 15 und 6 Jahre Alt. Hab mich von meiner Frau getrennt und bin aus dem gemeinsamen Haus in eine unserer Mietwohnunge...

ANTWORT: vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese möchte ich anhand Ihrer Sachverhaltsdarstellung wie folgt beantworten und vorab darauf hinweisen, dass das Weglassen wesentlicher Angaben das Ergebnis de ...weiter lesen

Nachehelicher unterhalt bei Rentnern | Stand: 12.05.2014

FRAGE: Ich lebe nach 39-jähriger Ehe seit 2 Jahren von meinem Mann getrennt. Durch ihn wurde das Scheidungsverfahren eingeleitet. Es wird eine einvernehmliche Scheidung werden. Da ich in der Ehe mehr verdien...

ANTWORT: Selbstverständlich gilt § 1577 BGB auch wenn eine Ehe von Rentnern geschieden wird. Die Rechtssituation stellt sich wie folgt dar:Die Reform des Unterhaltsrechts ab 1.1.2008 hat der Gesetzgebe ...weiter lesen

| Stand: 27.01.2012

FRAGE: Mein Sohn und meine Schwiegertochter(verheiratet) wollen ein Haus kaufen. Ich würde einen gewissen Geldbetrag (30%des Kaufpreises) dazugeben. Nun meine Frage: Wie schütze ich diesen Betrag fü...

ANTWORT: Nach einem Grundsatzurteil aus dem Jahr 2010 hat der BGH in Änderung seiner bisherigen ablehnenden Rechtsprechung entschieden, dass sog. ehebedingte Zuwendungen der Schwiegereltern an die jungvermählte ...weiter lesen

Steuererklärung nach einer Scheidung | Stand: 16.03.2013

FRAGE: Meine Tochter ist im Juli 2011 von Ihrem Ehemann ausgezogen zwecks Trenungsjahr, da Sie sich scheiden lassen wollte.2012 war dann die Scheidung, welche rechtskräftig wurde.Frage ist, ab wann eine...

ANTWORT: Ein Wahlrecht genießen nur Ehegatten nur dann, wenn sie beide unbeschränkt einkommensteuerpflichtig i.S.d. § 1 Abs. 1 oder 2 oder des § 1a EStG sind, nicht dauernd getrennt leben un ...weiter lesen

Schulden bei der Eheschließung und der Zugewinnausgleich | Stand: 15.04.2010

FRAGE: 1. Schenkung und Zugewinnausgeich2. Schulden bei Eheschließung u. Zugewinnausgleich3. Eigentümer von KFZ4. Eigenleistung bei Umbauzu 1. zum Kauf unserer Wohnung bekam meine Ehefrau von ihre...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:Zu 1) Geldzuwendungen sind als Geschenk zu werten und werden beim Zugewinnausgleich dem Anfangsvermögen desjenigen Ehegatten zugeschlagen ...weiter lesen

Vertragliche Einigung über den Ausschluss des Versorgungsausgleichs | Stand: 21.07.2009

FRAGE: Seit sechs Jahren lebe ich getrennt von meinem Ehemann. Unsere gemeinsame Tochter (17 Jahre) lebt bei mir. Mein Mann zahlt Unterhalt. Wir haben uns entschieden, uns scheiden zu lassen. Wir sind uns eini...

ANTWORT: Nach dem neuen Recht, das am 01.09.2009 in Kraft treten wird, haben Sie hinsichtlich des Ausgleichs der Rentenanwartschaften quasi Vertragsfreiheit.Eine Regelung über den Ausschluss des Versorgungsausgleich ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Familienrecht
Interessante Beiträge zu Scheidung

Scheidungsrecht nach der neuen Rom III-Verordnung
| Stand: 10.11.2015

Das der Ehe zu Grunde liegende Recht und somit auch den Güterstand von Eheleuten in Europa regelt die sogenannte Brüssel oder Rom III VO. Ab dem 21.6.2012 ist klar und einheitlich geregelt, welches Recht bei internationaler ...weiter lesen

Per Scheidungsfolgenvereinbarung das Verfahren verkürzen
| Stand: 15.06.2015

Eine Scheidung geht leider selten ohne Streit vonstatten. In den meisten Fällen geht es jedoch nicht nur darum, dass die Eheleute nach Ablauf des Trennungsjahres voneinander geschieden werden. Vielmehr müssen auch ...weiter lesen

Was ist eine Teilungsversteigerung?
| Stand: 05.09.2014

Im Zuge einer Scheidung kommt es vor, dass sich die Ehegatten nicht darüber einig werden, was mit dem gemeinsam erworbenen, im Eigentum beider Ehegatten stehenden Familieneigenheim passieren soll. Das Familienheim ist ...weiter lesen

Änderung bei der Zuständigkeit der Scheidungsgerichte
| Stand: 10.01.2014

Im europäischen Rechtsraum ist vor der Anwendung der §§ 98 ff. FamFG, die die örtliche Zuständigkeit der Familiengerichte bestimmen, die Verordnung Brüssel II a (auch Europäische Eheverordnung) ...weiter lesen

Scheidung und Steuern
| Stand: 12.04.2013

Ein Scheidungsverfahren stellt eine außergewöhnliche Belastung dar. Dies gilt nicht nur in tatsächlicher Hinsicht, sondern, was dem Finanzminister wenig behagen dürfte, auch in steuerlicher Hinsicht. ...weiter lesen

Ob Briefmarken oder Wein - geteilt wird nicht alles
| Stand: 06.11.2012

Frage: Meine Ex-Frau verlangt jetzt auch ihren Anteil an meiner Briefmarkensammlung. Schließlich hätte ich die während unserer gemeinsamen Ehe angelegt. Hat sie Recht?Antwort: Dinge, die ausschließlich ...weiter lesen

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-903
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zur Autorin des Beitrages:
Rechtsanwältin Tanja Wendel-Lindinger   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.213 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 17.10.2017
Vielen Dank für die Ausführliche Kompetente Beratung. Bei weiteren Unklarheiten gerne wieder.

   | Stand: 17.10.2017
Ich werde anwaltshotline weiterempfehlen und bei Bedarf auch nutzen

   | Stand: 16.10.2017
Nach einer Kündigung wollte mein Arbeitgeber ein Paragraphen wissen, in dem etwas sehr explizites stand. Nach langer Suche im Internet etc. habe ich nun die Anwaltshotline genutzt. Super Beratung mit verständlichen Erklärungen. Innerhalb von 10 Sekunden wurde ich an einen Anwalt geleitet. Vielen Dank für die super tolle und schnelle Hilfe!! Nur zu Empfehlen, immer wieder gern!

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-903
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Familienrecht | Allgemeine Rechtsfragen | Arbeitsrecht | Familienrecht | Ehescheidung | Ehezeit | Scheiden | Scheidungen | Scheidungsberatung | Scheidungsfragen | Scheidungsgesetz | Scheidungsgrund | Scheidungskosten | Scheidungsratgeber | Scheidungsrecht | Scheidungstipps | Scheidungsvertrag | Zerrüttung Ehe

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-903
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen