Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Paket verloren: wer haftet wann - was tun?

Stand: 15.12.2015

Glaubt man der Fernsehwerbung, werden wir die Weihnachtszeit nicht mehr mit einem bärtigen alten Mann in rotem Mantel in Verbindung bringen. Der Konsumsegen wird nämlich von einem schnellen gelben Boten mit Paket unterm Arm beschert. Das Christkind liefert den Kindern am Heilig Abend ausnahmslos pünktlich die Geschenke unter den Baum. Erwachsene aber ärgern sich jeden Tag des Jahres, wenn ein Paket mal verloren geht.

Wer ist für den Schaden verantwortlich, wenn unterwegs ein Paket verloren geht? Absender, Paketdienstleister oder Empfänger? Je nach Art der Sendung kommt jeder der drei Beteiligten in Betracht.

Online nachforschen: Wo ist das Paket?

Nichts trübt den Kaufrausch so sehr, wenn das Paket nicht schnell genug ankommt. Egal ob DHL, Hermes, DPD oder UPS – jeder größere Paketdienst bietet online eine Sendungsverfolgung an, mit der die Reise des Pakets nachvollzogen werden kann.

Den stets individuellen Tracking-Code bekommt zunächst der Versender, wenn er das Paket auf die Reise schickt. Beim Online-Shopping ist es oft der Fall, dass der Verkäufer die Paketnummer automatisiert dem Kunden mitteilt – etwa in der Versandbestätigung.

Wer sich also fragt, wo das Paket bleibt, sollte zuerst die Sendungsverfolgung bemühen. Steht die nicht zur Verfügung, hilft eventuell ein Nachhaken beim Absender.

Achtung: Nicht alle Pakete, Päckchen oder Briefe kann man zurückverfolgen: Ein Standard-Paket von DHL etwa beinhaltet eine Versicherung bis 500 Euro sowie die Sendungsverfolgung. Das etwas günstigere Päckchen aber weder noch.

Paket zu spät: Schadensersatz nur bei garantierter Zustellung

Ist ein Paket schon „zu lange“ unterwegs, kann es unter Umständen ärgerlich sein, aber zunächst noch kein Grund für eine Reklamation: Einen Anspruch auf einen bestimmten Zustellungstermin gibt es für den normalen Paketversand nicht. Nur wenn einer mit dem Paketdienst vereinbart wurde – etwa beim Expressversand – kann der gegebenenfalls gezahlte Aufpreis zurückverlangt werden.

Hat diesen der Käufer bezahlt, muss er sich zunächst an den Verkäufer wenden. Nur der Absender hat mit dem Paketdienstleister ein Vertragsverhältnis. Daher kann auch nur er Ansprüche bei ihm anmelden. Der Verkäufer kann also dann ihn in Regress nehmen, wenn der Paketbote zu spät liefert.

Außerdem kann ein Privatkunde sein Widerrufsrecht geltend machen und das Paket einfach zurückgehen lassen. Dieses Rückgaberecht hat er unabhängig von der Verspätung gegenüber einem gewerblichen Verkäufer ohnehin 14 Tage lang.

Paket beim Nachbarn oder vor der Haustür

Der Postbote darf ein Paket nicht so einfach vor die Haustür legen. Er muss es stets persönlich jemandem übergeben. Das muss nicht der Empfänger persönlich sein: Die meisten Paketdienste räumen sich jedoch die Möglichkeit ein, das Paket bei einem Nachbarn hinterlegen zu können. Dann übernimmt dieser die Verantwortung, dass die Ware beim Empfänger landet. Auch er darf sie nicht einfach vor die Haustür platzieren und sollte sie persönlich überreichen.

Die Haustür-Variante ist lediglich erlaubt, wenn der Empfänger sie dem Paketzusteller ausdrücklich erlaubt. Die DHL etwa bietet die Möglichkeit eines Ablagevertrags – auch Garagenvertrag genannt –, sodass der Bote das Paket an einem bestimmten Ort hinterlegen darf. Das kann die Wohnungs- oder Haustür sein, oder aber auch eine Ecke in der Gartenlaube.

Der Ablagevertrag mag für viele Berufstätige praktisch sein – das Verlustrisiko hat er aber dann selbst zu tragen.

Paket verloren: Wer haftet nun wann?

Verbraucher, die bei einem gewerblichen Verkäufer bestellt haben, können den Kaufpreis zurückverlangen, wenn das Paket nicht ankommt: In diesem Fall trägt grundsätzlich der Verkäufer das Transportrisiko. Und zwar solange, bis der Empfänger es in Besitz genommen hat. Das heißt, dass der Verkäufer auch dann das Geld zurückzahlen muss, wenn das Paket beim Nachbarn abgegeben wurde und er die Sendung verschlampt hat. Der Verkäufer ist aber nicht dazu verpflichtet, den gleichen Artikel noch mal zu schicken.

Ist der Verkäufer aber eine Privatperson, wie etwa beim Ebay-Handel oft der Fall, oder ist der Käufer Unternehmer, trägt der Empfänger das Transportrisiko. Im Fall eines Verlusts ist der Absender fein raus, wenn er etwa mit einem Beleg nachweisen kann, das Paket an den Zustelldienst übergeben zu haben.

Was tun bei verlorenem Paket?

Wie oben schon erwähnt, ist es der Absender, der einen sogenannten Frachtvertrag mit dem Zusteller hat. Trägt aber der Empfänger das Risiko, liegt es schon in seinem Interesse, selbst einem verlorenen Paket auf den Grund zu gehen. Zunächst sollte er daher den Absender bitten, seine Ansprüche in einem formlosen Schreiben an ihn abzutreten. Darin nennt er idealerweise alle relevanten Daten zur Sendung – also beide Adressen und Sendungsnummer.

Es kann vorkommen, dass sich der Zustelldienst dagegen sträubt, dem Empfänger zu helfen – trotz abgetretener Rechte. Es könnte in diesem Fall zielführender sein, gleich den Absender zu bitten, die Nachforschung in Auftrag zu geben, anstatt mühsam beim Zusteller auf seine Rechte zu pochen.

Ein Formular für den Nachforschungsauftrag bieten die meisten auf ihren Websites an. Um den Wert des Inhalts nachweisen zu können, legt man am besten eine Kopie des Kaufbelegs bei.

Bleibt dann das Paket noch immer verschollen, ersetzt der Paketdienst dem Geschädigten den versicherten Wert. Bei einem regulären Hermes- oder DHL-Paket sind das maximal 500 Euro. Gegen Aufpreis werden hier auch höhere Summen versichert.

Fazit: Keine Ware unversichert versenden

Ein unversichertes Päckchen ist meist nur geringfügig günstiger als das versicherte Paket. Beim Kauf unter Privatleuten sollte der Käufer daher stets auf den versicherten Versand bestehen. Flohmarkt- und Anzeigenportale werden immer beliebter. Für den Kaufnachweis empfiehlt es sich daher, die jeweilige Produktanzeige auszudrucken und den Überweisungsbeleg aufzuheben.

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-28
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.





Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu online

Kunde hat unwahre negative Wertung hinterlassen | Stand: 17.01.2014

FRAGE: Wir sind ein kleines Softwarehaus und bieten eine von uns selbst entwickelte Standard-Software für kleine Unternehmen an.Für diese Software wünschen sich unsere Kunden hin- und wieder individuell...

ANTWORT: Grundsätzlich ist es schon möglich, ohne richtige Bewertungen löschen zu lassen. Ein Anspruch besteht insbesondere dann, wenn Unwahrheiten veröffentlicht werden, die schlussendlic ...weiter lesen

Internet Abzocke - Vertrag widerrufen | Stand: 22.10.2013

FRAGE: Ich habe einen Vertrag mit der Firma X geschlossen. Laut den unterschriebenen Vertrag und der AGB könnte dieser jederzeit per E-Mail mit einer Kündigungsfrist von 4 Wochen widerrufen werden....

ANTWORT: Zunächst muss der Widerruf eines Vertrages von einer Kündigung unterschieden werden.Laut den Regelungen über das Fernabsatzgeschäft, unter das auch der hier geschlossene Vertrag fällt ...weiter lesen

Smartphone bei Ebay-Kleinanzeigen verkauft | Stand: 05.01.2013

FRAGE: Ich habe über Ebay-Kleinanzeigen mein iPhone verkauft. Der Käufer hat mir das Geld per Paypal gezahlt und ich habe das Telefon versendet, allerdings nach mehreren Nachrichten an eine andere...

ANTWORT: Sie sollten den Empfänger zunächst anschreiben und ihn auffordern, das iPhone entweder zurückzugeben, oder den Kaufpreis zu bezahlen. Sollte er der Aufforderung nicht nachkommen, müsse ...weiter lesen

Internetabzocke - Rechnung erhalten | Stand: 24.10.2011

FRAGE: Am 6. 10. habe ich meinen bereits im August bezahlten Account bei real playernochmals down geloadet, da die Zusatzfunktion (schnelleres Herunterladen) nicht geklappt hatte. Ich landete auf www.premiumdownloaden.d...

ANTWORT: Bei der von Ihnen beschriebenen Vorgehensweise handelt es sich meiner Meinung nach um eine Form des Internetbetruges. Der Anbieter erhält durch die Registrierung auf der Internetseite Ihre persönliche ...weiter lesen

Internetabzocke - Zahlung vermeiden? | Stand: 19.10.2011

FRAGE: Guten Morgen sehr geehrte Damen und Herrn, kennt sich jemand von ihnen aus mit Internet-Abzockfirmen, denn ich habe mich bei www.Melango.de angemeldet und hatte die Nutzungsbedingungen leider nicht gena...

ANTWORT: Grundsätzlich gilt natürlich, dass Sie als Selbstständiger keinen Schutz in rechtlichen und vertraglichen Fragen genießen ist, wie dies beispielsweise bei einem Verbraucher der Fal ...weiter lesen

Betrug im Internet - Teures Abo lauert hinter einer unbedachten Anmeldung | Stand: 11.01.2011

FRAGE: Haben eine Rechnung erhalten von W. Habe angeblich einen Service Vertrag abgeschlossen für 2 Jahre mit jährlich 96 € kosten. Eine Bestätigungsmail, die angeblich verschickt wurde, hab...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Bei der Firma xy.de (W. GmbH), der Sie offensichtlich ins Netz gegangen sind, handelt es sich um eine der vielen Firmen, die überwiegend in der Internet-Abzock-Szene täti ...weiter lesen

Internetabzocke durch scheinbar kostenlose Anmeldung | Stand: 25.09.2010

FRAGE: Vor ca.6 Monaten ist meine Frau in die Abzockfalle auf www.xy.de getappt.Die Kündigung haben wir zu spät abgeschickt.Seitdem bekommen wir Mahnungen und Inkasso-Bescheide.Wir haben der Rechnungs-Mahnun...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Ihre Frage kann ich nun wie folgt beantworten:Um die Antwort direkt vorwegzunehmen, würde ich Ihnen raten, die Forderung aus der Rechnung nicht zu bezahlen, und zwar zum einen ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Internet-/ Computerrecht
Interessante Beiträge zu online

Entgelt für Zusenden Rechnungen per Post unzulässig
| Stand: 06.02.2015

Der Bundesgerichtshof hatte darüber zu entscheiden, ob es zulässig ist, dass ein Telekommunikationsanbieter für das monatliche Versenden der Rechnungen per Post ein Entgelt von seinen Kunden verlangen darf. ...weiter lesen

Die Schattenseite des Google-Urteils
| Stand: 20.05.2014

Der Aufschrei über das Google-Urteil des Europäischen Gerichtshofs ist groß. Datenschützer und Politiker lobten die Gerichtsentscheidung, allerdings bleiben viele Fragen ungeklärt und sorgen für ...weiter lesen

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-28
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.707 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 25.07.2018
Danke hatte angerufen wegen fahren ohne Fahrerlaubnis

   | Stand: 24.07.2018
Leider ist Hr. Koch nicht in der liste, aber ich bin sehr zufrieden mit der netten und kompetenten Beratung.

   | Stand: 18.07.2018
Sehr geehrte Damen und Herren,das ist eine sehr gute PLattform, um offene Fragen zu Rechtsproblemen zu klären.Ich werde sicher wieder einmal nutzen und auch weiter empfehlen.

Aktuell sind leider keine Anwälte telefonisch erreichbar.
Wir empfehlen Ihnen die E-Mail Beratung zur Klärung Ihrer Fragen.
0900-1 875 000-28
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Internetrecht | Computerrecht | Internetrecht | Datenschutzrecht | Bieter | Dialer | Gesetz zum elektronischen Geschäftsverkehr | Internetbestellung | Internetgeschäfte | Internetkauf | Internetvertrag | Newsletter | Onlinekauf | Onlinerecht | Signaturgesetz | Domainvertrag | eBay-Recht

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Für Anwälte
Zuverdienst gesucht?
Jetzt Kooperationsanwalt werden!
Anwaltshotline
Aktuell sind leider keine Anwälte telefonisch erreichbar.
Wir empfehlen Ihnen die E-Mail Beratung zur Klärung Ihrer Fragen.
0900-1 875 000-28
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen